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Vergleichsportale: So kommen Sie zum besten Schnäppchen | BR24

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Wo finde ich das günstigste Angebot? Millionen Verbraucher verlassen sich auf Vergleichsportale im Netz, ob bei Handytarif, Kreditvertrag oder Flugreise. Achten Sie auf folgende Tricks der Portale, um wirklich das günstigste Angebot zu erhalten.

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Vergleichsportale: So kommen Sie zum besten Schnäppchen

Wo finde ich das günstigste Angebot? Millionen Verbraucher verlassen sich auf Vergleichsportale im Netz, ob bei Handytarif, Kreditvertrag oder Flugreise. Achten Sie auf folgende Tricks der Portale, um wirklich das günstigste Angebot zu erhalten.

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Viele Vergleichsportale, ob für Handytarife, Kreditverträge oder Flugreisen, liefern seriöse Informationen, die dem Verbraucher die Bestellentscheidungen erleichtern. Nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes gibt es aber eine ganze Reihe von Fällen, die den Verbraucher in die Irre führen können.

"Unsere Untersuchung offenbart eine Anzahl von möglichen Rechtsverstößen. Es fehlt oft an einer Aufklärung der Verbraucher darüber, wie die Reihenfolge der Suchergebnisse und die Empfehlungen der Vergleichsportale im Einzelnen zu Stande kommen. Dies kann zu Fehleinschätzungen der Verbraucher führen. Der Verbraucher kann sich nicht immer darauf verlassen, tatsächlich das für ihn beste Angebot auf einem Vergleichsportal zu finden." Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes

Trick 1: Schlechte Platzierung trotz guter Angebote

Trotz attraktiver Preise erscheinen die Angebote mancher Firmen nicht vorne. Der Grund: Oft haben die von den Anbietern gezahlten Entgelte bzw. Provisionen Einfluss auf die vom Portal voreingestellte Ergebnisdarstellung. Dies erfolgt je nach Branche über eine Vorauswahl der Angebote, die berücksichtigt werden, über die Positionierung einzelner Angebote vor dem eigentlichen Ranking oder über die Berücksichtigung der Höhe der Zahlungen der Anbieter im Ranking selbst.

Das Beispiel bei Stromanbietern zeigt das: Bei den Stadtwerken sind teure Grundtarife, die die Stadtwerke anbieten müssen, voreingestellt. Attraktivere Angebote der Stadtwerke werden von den Portalen nicht zum Vergleich herangezogen. Der Grund: Die Stadtwerke zahlen keine Provision an die Vergleichsanbieter.

"Die Anbieterportale sind nicht unabhängig. Sie sind natürlich gewinnorientiert. Und dementsprechend sind auch die Ergebnisse, die dort zu sehen sind, auch nicht unabhängig." Tatjana Halm Verbraucherzentrale Bayern

Trick 2: Die "Nullposition"

Viele Verbraucher sind der Meinung, das günstigste Angebot käme ganz oben, als erstes. Doch das Angebot ganz vorne ist oft nicht die Nummer Eins. Vergleichsportale schieben eigentlich weiter hinten gelistete Treffer nach vorn, auf die so genannte "Nullposition". Verbraucherschützer kritisieren: Es entstünde der Eindruck, die ersten Treffer oben auf der Seite würden das beste Angebot darstellen.

"Die Nullposition ist diejenige, die beim Ranking ganz vorne erscheint, aber es ist gar nicht das Suchergebnis. Das sind Werbeplätze. Und der Verbraucher geht davon aus, dass es zu seinem Suchergebnis passt, das tut es aber leider nicht." Tatjana Halm Verbraucherzentrale Bayern

Trick 3: Keine echte Auswahl

Verbrauchern wird empfohlen, sich die Ergebnislisten verschiedener Portale anzusehen. Doch viele Portale stellen keinen eigenständigen Vergleich an, sondern greifen lediglich auf die Datensätze und/oder Tarifrechner anderer Portale zu.

"Wir haben festgestellt, dass viele die gleiche Datenbank nutzen oder dass sie untereinander verflochten sind, so dass die Ergebnisse gleich sind. Aber der Verbraucher denkt, sein erstes Ergebnis wird bestätigt." Andreas Mundt, Präsident Bundeskartellamt

Was viele Verbraucher nicht ahnen: Vergleichsportale bieten nur eine sehr eingeschränkte Übersicht über Preise. In einigen Branchen stellen sie nur eine Auswahl von weniger als 50 Prozent der insgesamt auf dem Markt existierenden Angebote dar. Es lohnt sich deshalb, auch auf den Anbieterseiten selbst Informationen einzuholen.

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Mittagsmagazin

Von
  • Sabina Wolf
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