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Vergleich für VW-Dieselkunden geplatzt | BR24

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Die Verhandlungen über die Entschädigungen für VW-Dieselkunden sind geplatzt wegen hohen Forderungen der Anwälte des Verbandes, so VW. Insgesamt 830 Millionen Euro wären für die rund 460.000 im Klageregister eingetragenen Kunden gezahlt worden.

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Vergleich für VW-Dieselkunden geplatzt

Die Verhandlungen über einen Vergleich zu Entschädigungen für VW-Dieselkunden sind laut Volkswagen geplatzt. Wie der Konzern mitteilte, soll die Höhe der Honorarforderungen der Anwälte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen vzbv der Grund sein.

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Der Vergleich zwischen VW und vom Dieselskandal betroffenen Klägern in Deutschland ist offensichtlich gescheitert. Das Unternehmen sei sich mit dem vzbv über die Entschädigungssumme von insgesamt 830 Millionen Euro einig gewesen, erklärte ein VW-Sprecher. Die Vereinbarung sei aber an hohen Forderungen der Anwälte des Verbandes, die keinen Leistungsnachweis vorlegen wollten, gescheitert.

"Wir bedauern, dass die gemeinsame Umsetzung der mit dem vzbv getroffenen Einigung an unangemessenen Forderungen der Prozessanwälte des vzbv scheiterte." VW-Statement

Der vzbv wollte sich dazu auf Anfrage zunächst nicht äußern. Der Präsident des Verbands Klaus Müller hat für 14 Uhr ein Pressestatement angekündigt.

Musterfeststellungsklage gegen VW

In dem Mammutverfahren geht es um Schadenersatzforderungen von rund 460.000 Kunden des VW-Konzerns. Der Vorsitzende Richter Michael Neef war für einen Vergleich zwischen VW und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Kläger werfen dem Konzern Betrug vor, da sie Autos mit Schummel-Software kauften. VW hatte den Betrufg 2015 bereits eingeräumt.