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Warnstreiks an sechs deutschen Flughäfen
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BR24 Redaktion
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Warnstreiks an sechs deutschen Flughäfen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weitet ihren Streikaufruf für das Sicherheitspersonal an Flughäfen aus. Betroffen sind nun nicht nur Frankfurt am Main, sondern auch die Flughäfen in Hannover, Bremen, Halle, Dresden und Erfurt.

Fast 200.000 Passagiere betroffen

Etwa 180.000 Passagiere werden nach Einschätzung des Flughafenverbands ADV von den Folgen des Warnstreiks betroffen sein. Das teilte der Verband am Sonntag in Berlin mit. Hinzu kämen noch weitere zehntausend Passagiere an jenen Airports, von denen keine Flüge zu den bestreikten Flughäfen rausgehen könnten.

Flughafenverband kritisiert Verdi scharf

Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kritisierte die Gewerkschaft Verdi scharf: "Es ist unverantwortlich von Verdi, die Streiks bis zum Exzess auszudehnen." Jede Dimension eines Warnstreiks werde gesprengt. "Mir fehlt jedes Verständnis dafür, dass Verdi die Streiks auf dem Rücken der Reisenden, der Fluggesellschaften und der Flughäfen austrägt", fügte er hinzu.

Anlass ist der laufende Tarifkonflikt, in dem die Gewerkschaften für die bundesweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen eine einheitliche Bezahlung fordern. Zuletzt hatte das Sicherheitspersonal an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart die Arbeit niedergelegt.

Reisende sollten vorab die Airline kontaktieren

Die vom Streik betroffenen Flughäfen werden sich gemeinsam mit Airlines und Behörden bestmöglich auf den Streik vorbereiten. Dennoch wird allen Reisenden dringend empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu erkundigen, ob der Flug stattfindet und ausreichend Zeit vor Ort einzuplanen.