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Verbraucherschützer sehen "aufgespritzte" Verpackung kritisch | BR24

© Ralf Schmidberger/BR

Wie sinnvoll sind Verpackungsalternativen für Lebensmittel ?

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Verbraucherschützer sehen "aufgespritzte" Verpackung kritisch

Lebensmittelhändler bieten aktuell Avocado, Orangen und Mandarinen mit einer hauchdünnen, essbaren Schutzschicht an, die auf die Schale der Früchte aufgetragen wird. Das spart Verpackungsmüll, doch Verbraucherschützer sehen nicht nur Vorteile.

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Obst und Gemüse ohne Plastikverpackung – die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen begrüßt grundsätzlich diesen Vorstoß von Lebensmittelhändlern wie EDEKA oder Rewe, weil damit Verpackungsmüll vermieden wird. Auch seien die derzeit verwendeten aufgespritzten Schutzschichten gesundheitlich unbedenklich. Sie würden aus pflanzlichem gentechnikfreiem Material wie Fruchtfleisch, Schalen und Samen oder natürlichen Zuckerresten und pflanzlichen Ölen gewonnen.

Coating-Verfahren bislang nur bei Früchten

Bislang wird dieses "Coating“ in Deutschland außerdem nur bei Früchten angewandt, deren Schale nicht mit gegessen wird. Bei Bio-Lebensmitteln sei es grundsätzlich nicht erlaubt. Doch was die Verbraucherschützer kritisieren: mit der Schutzschicht wird die Sauerstoffaufnahme gehemmt, so dass die Produkte bis zu viermal länger halten. Aber noch sei nicht geklärt, wie sich dann die Nährstoffgehalte der Produkte verändern.

Produkte werden teurer

Früchte und Gemüse wirkten letztlich frischer als sie eigentlich sind, moniert die Verbraucherzentrale NRW. Außerdem seien diese Produkte etwa doppelt so teuer wie jene ohne Coating. Die Konsequenz: Der Handel habe weniger Verluste und der Verbraucher solle es bezahlen.