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Verbraucherschützer knöpfen sich Dash-Button vor | BR24

© pa/dpa/Peter Dazeley

Auf Knopfdruck nachbestellen: Amazons Dash-Knopf neben dem Toilettenpapier

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    Verbraucherschützer knöpfen sich Dash-Button vor

    Auf Knopfdruck Nachschub, das verspricht der sogenannte Dash-Button des Internethändlers Amazon. Das klingt bequem. Verbraucherschützern gefällt der Knopf allerdings gar nicht.

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    Sie sehen gleich mehrere Rechtsverstöße. So fehle der Hinweis, dass per Knopfdruck eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst wird. Auch werde der Preis erst im Nachhinein mitgeteilt. Im Kleingedruckten behalte sich Amazon sogar vor, den Preis und die Versandkosten für das jeweils ausgesuchte Produkt zu ändern oder gar Ersatzprodukte zu liefern.

    Und wenn ein Kind draufdrückt?

    Sobald der Knopf gedrückt wird, verschickt eine App eine Push-Nachricht. Wer nicht innerhalb von 15 Minuten storniert, hat einen rechtsverbindlichen Kauf getätigt. "Das wirft die Frage auf, was ist, wenn unbefugte Dritte oder kleine Kinder den Knopf drücken", sagt ein Sprecher der Verbraucherzentrale NRW, die die jüngste Innovation des US-Konzerns gerichtlich stoppen will.

    Amazon wies die Kritik zurück. Details der Bestellung seien im Browser oder der App festgelegt. Dort werde auch über die Preise informiert und der Hinweis auf die kostenpflichtige Bestellung gegeben. Außerdem könnten die bestellten Waren kostenfrei zurückgesendet werden.

    Amazon verkauft die Dash-Buttons, die aussehen wie eine Türklingel, für 4,99 Euro. Der Betrag wird beim ersten Einkauf gutgeschrieben. Jeder Knopf ist für nur ein Produkt einer Marke programmiert. Die Palette reicht von Zahnpasta, über Waschpulver und Windeln bis zum Toilettenpapier.