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Verbraucherschützer fordern Ende der Vorkasse bei Reisen | BR24

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Reisewarnungen und Flugabsagen haben zu hohen Ausfällen bei Reiseveranstaltern geführt. Doch viele brauchen die Vorkasse, um weiter zu arbeiten.

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    Verbraucherschützer fordern Ende der Vorkasse bei Reisen

    Für Pauschalreisen sind in der Regel 20 bis 30 Prozent des Preises weit im Voraus zu zahlen und bei Flügen der komplette Ticketpreis Verbraucherschützer fordern ein Ende der Vorkasse für die Reisenden, für sie sei das Ausfall-Risiko nicht zumutbar.

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    In der Corona-Krise ist es wegen Reisewarnungen zu vielen Ausfällen gekommen und auch zu Insolvenzen. Verbraucher wurden zunächst mit Gutscheinen vertröstet. Doch, wie sie die einlösen sollen, ist angesichts der Reisewarnungen fraglich.

    Verbraucher warten noch immer auf ihr Geld

    Verbraucher, die deshalb ihre Anzahlung zurück wollten, warten zum Teil immer noch auf ihr Geld, wie etwa bei Lufthansa. Der Verbraucherzentrale Bundesverband VZBV meint deshalb, das Ausfallrisiko dürften nicht länger die Kunden tragen. Er halte Vorkassezahlungen für antiquiert, für nicht mehr verantwortbar, sagte VZBV-Chef Klaus Müller.

    Gericht hat Anzahlungen erlaubt

    Eine Abschaffung der Anzahlung hält der Deutsche Reiseverband DRV nicht für finanzierbar, vor allem nicht für mittelständische Reisebüros und Veranstalter. Auch der Bundesgerichtshof hatte Anzahlungen für zulässig erklärt. Veranstalter müssten oft selbst in Vorkasse gehen, wenn sie für die Urlaubssaison bei Fluggesellschaften oder Hotels Kontingente reservieren. Außerdem gibt es eine Insolvenzversicherung. Die war bei der Pleite von Thomas Cook aber unzureichend.