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Mangelberuf Apotheker: Bis Ende des Jahrzehnts sollen rund 10.000 Stellen nicht besetzt werden können. Der Verband fordert mehr Studienplätze.

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    Verband warnt: Apotheken droht Personal-Problem

    In der Corona-Pandemie haben die Apotheken eine Schlüsselrolle gespielt. Eigentlich könnten die Apotheken entspannt in die Zukunft schauen, doch nach einer aktuellen Studie droht der Branche ein massives Personalproblem.

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    Von
    • Monika Stiehl

    Wer Apotheker oder Apothekerin werden will, muss Pharmazie studieren und - wie ein Arzt - das Studium mit einer Approbation beenden. Doch die Zahl der Studienplätze ist begrenzt. In den letzten Jahren kamen auf einen Platz im Durchschnitt zwei Bewerber. Wer es aber geschafft hat, für den stehen viele Türen offen. Die Berufsaussichten sind ausgezeichnet. Gerade hoch dotierte Jobs in der pharmazeutischen Industrie sind verlockend für den Nachwuchs.

    Verband: Personalengpass mit bis zu 10.000 unbesetzten Stellen

    Obwohl derzeit die Zahl der berufstätigen Apotheker wächst, droht in den kommenden Jahren ein gravierender Nachwuchsmangel, auch weil der Bedarf an Pharmazeuten in vielen Bereichen zunimmt. Bis 2029 prophezeit die aktuelle Analyse des Apothekenverbands ABDA eine Personallücke. "Noch ist Zeit zu handeln: Wenn wir das jetzt nicht tun, laufen wir in einen gravierenden Personalengpass mit bis zu 10.000 unbesetzten Stellen im Jahr 2029", heiß es in einer Mitteilung.

    Apothekerverband fordert mehr Studienplätze

    Schon jetzt ziehe es viele Nachwuchsapotheker in die Forschung und die Industrie. Gleichzeitig steige das Durchschnittsalter der Apothekeninhaber. Rund die Hälfte sind inzwischen älter als 55 Jahre, 2014 lag dieser Anteil noch bei rund einem Drittel. Es müssten endlich mehr Studienplätze an den Hochschulen geschaffen werden.

    Im Jahr 2019 seien rund 67.000 Apotheker und Apothekerinnen in Deutschland berufstätig gewesen. Das sei ein Zuwachs von mehr als 9.200 Arbeitsplätze binnen zehn Jahren gewesen. Für das Jahr 2029 prognostiziert der Apothekerverband zusätzlichen einen Bedarf von bis 28.400 Vollzeitstellen. Wird der Beruf wie bisher in starkem Maße in Teilzeit ausgeübt, seien sogar bis zu 33.000 zusätzliche Apotheker und Apothekerinnen erforderlich, um die Arzneimittelversorgung in der bisherigen Qualität sicherzustellen.

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