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Deutschland und USA mit Abstand größte Impfstoff-Investoren | BR24

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Impfstoffe

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    Deutschland und USA mit Abstand größte Impfstoff-Investoren

    Die USA und Deutschland haben zusammen 3,16 Milliarden Euro für die Entwicklung von Corona-Impfstoffen zur Verfügung gestellt. Doch während in den USA die Impf-Kampagne gut vorangeht, verläuft sie in Deutschland recht schleppend.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Claudia Steiner

    Die USA und Deutschland sind bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit Abstand die größten Geldgeber. Die beiden Länder haben zusammen 3,7 Milliarden Dollar (3,16 Mrd. Euro) zur Verfügung gestellt, wie aus einer Aufstellung des Zentrums für Globale Gesundheit am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf hervorgeht. Die USA investierten demnach fast 2,2 Milliarden Dollar, Deutschland 1,5 Milliarden Dollar. Danach folgt mit großem Abstand Großbritannien, das auf 500 Millionen Dollar kommt. Insgesamt listet das Zentrum Investitionen von 5,9 Milliarden Dollar auf.

    Hohe Investitionen bedeuten nicht immer viele Impfungen

    Doch was die Impf-Kampagnen angeht, läuft es bei den Geldgebern recht unterschiedlich. In den USA kommt die Kampagne gut voran: Dort hat jeder Dritte inzwischen mindestens eine Dosis bekommen, jeder Sechste ist bereits voll geschützt. In Großbritannien - einem Land mit 66 Millionen Menschen - haben sogar schon rund 30,7 Millionen Menschen eine erste Impfdosis bekommen. In Deutschland aber haben bisher nur rund elf Prozent eine Impfung erhalten - und wie schnell es weitergeht, ist angesichts der jüngsten STIKO-Empfehlung rund um Astrazeneca unklar.

    Investitionen bei Pharmafirmen oft unklar

    Nach der Aufstellung der Genfer Experten kamen 98,12 Prozent der Forschungsgelder aus öffentlichen Quellen. Allerdings betont das Zentrum, dass in Bezug auf Investitionen von Pharmafirmen nicht genügend Informationen vorlägen. Deren Beitrag dürfte in der Aufstellung unterrepräsentiert sein, schreibt das Zentrum, ebenso wie Investitionen von Ländern, in denen eigene Impfstoffe entwickelt wurden oder werden. Die größten Empfänger seien Unternehmen wie Moderna, Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer, CureVac und die Universität von Oxford gewesen, die den Impfstoff von Astrazeneca mit entwickelt hat.

    Datenlage zu Preisen ungenau

    Das Genfer Zentrum verfolgt auch Herstellungs- und Kaufverträge. Die Datenlage sei aber noch komplizierter, hieß es. So lägen für 71 Prozent der Verträge keine Preise vor. Aus den Preisen, die veröffentlicht wurden, geht nach Angaben des Zentrums hervor, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer pro Dosis zwischen 6,75 und 23,50 Dollar kostet, das Moderna-Präparat zwischen 15 und 18 Dollar und das Mittel von Astrazeneca zwischen 2,50 und 8,00 Dollar. Der chinesische Impfstoff von Sinopharm koste zwischen 18,55 und 35,72 Dollar pro Dosis.

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