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US-Börsenkandidaten verbrennen Geld wie zur Internet-Blase 2000 | BR24

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Ab heute werden Uber-Aktien an der Börse gehandelt. Dabei wird der Fahrdienstleister in die Geschichte eingehen - als das Unternehmen, das mit den höchsten Verlusten aller Zeiten an die Börse geht.

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US-Börsenkandidaten verbrennen Geld wie zur Internet-Blase 2000

Bis zu zehn Milliarden Dollar wollte der US-Fahrdienstvermittler Uber bei seinem Börsengang einnehmen. Das Doppelte, rund 20 Milliarden Dollar, hatte Uber zuvor bereits verbrannt. Das Unternehmen ist immer noch weit davon entfernt, Gewinn zu machen.

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Auch andere US-Börsenkandidaten verbrennen bislang nur Geld. Mehr als 80 Prozent der US-Unternehmen, die zur Zeit an die Börse gehen, haben noch nie Gewinn gemacht. So etwas gab es zuletzt vor dem Platzen der Internetblase im Jahr 2000. Es sei durchaus möglich, schreibt Uber in seinem Börsenprospekt, "dass wir keine Profitabilität erreichen."

Keine Erträge, sondern sagenhafte Ideen

Den Anlegern geht es nicht um Erträge, sie kaufen vor allem Visionen und Geschichten von sagenhaften Geschäftsmodellen. Fahrdienste wie Uber und Lyft, oder der Arbeitsplatzvermieter WeWorK haben viele Milliarden Dollar bereits vor ihrem Börsengang eingesammelt, als sogenannte Einhörner. So nennt man Startups, die in der Gründerszene von privaten Investoren mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Bei WeWorK überstiegen die Verluste sogar den Umsatz. Wer in dieser frühen Phase bereits investiert hat, wird beim Börsengang reichlich belohnt. Altanleger können ihre Anteile dann mit hohem Gewinn an die neuen Aktionäre weiterverkaufen.