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Urteil: Jameda darf gute Benotung von Zahnarzt entfernen | BR24

© picture alliance/imageBROKER / uwe umstätter

Zahnarzt kontrolliert eine Patientin, die in den Handspiegel schaut

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    Urteil: Jameda darf gute Benotung von Zahnarzt entfernen

    Bewertungsportale für Ärzte im Internet dürfen positive Bewertungen löschen, wenn sie Hinweise darauf haben, dass diese nicht von Patienten stammen. Das hat das Landgericht München heute entschieden. Damit wurde die Klage eines Zahnarztes abgewiesen.

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    Im Streit um gelöschte Bewertungen im Internetportal Jameda hat das Münchner Landgericht I die Klage eines Zahnarztes abgewiesen. Der Mediziner aus Kiel hatte Jameda verklagt, weil das Arztbewertungsportal mit Sitz in München Anfang 2018 zehn seiner positiven Bewertungen gelöscht hatte.

    Gericht: deutliche Hinweise auf Fake-Einträge

    Es habe deutliche Hinweise darauf gegeben, dass es Fake-Einträge waren, erklärte die Firma. Das Münchner Landgericht schloss sich der Argumentation von Jameda an, wonach die Einträge im Rahmen der Qualitätssicherung gelöscht worden seien. Ihre Echtheit habe sich nicht überprüfen lassen.

    Zahnarzt: Löschung war Strafaktion

    Der Zahnarzt hatte hingegen erklärt, die Löschung der Einträge sei eine Strafaktion gewesen, weil er ein kostenpflichtiges Zusatzpaket für die Präsentation seiner Praxis auf dem Portal gekündigt hatte. Er verlangte von Jameda die Bewertungen wieder online zu stellen.

    Gelöschte Bewertungen nicht mehr online

    Das Gericht erteilte der Forderung nun eine Absage. „Der Arzt konnte nicht zur Überzeugung der Kammer nachweisen, dass, wie von ihm behauptet, die Löschungen als Reaktion auf seine Kündigung erfolgt seien“, heißt es in der Urteilsbegründung. Es lägen auch keine Voraussetzungen für eine Wiederveröffentlichung der gelöschten Bewertungen vor.