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Zahnarzt kontrolliert eine Patientin, die in den Handspiegel schaut
© picture alliance/imageBROKER / uwe umstätter
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Zahnarzt kontrolliert eine Patientin, die in den Handspiegel schaut

Im Streit um gelöschte Bewertungen im Internetportal Jameda hat das Münchner Landgericht I die Klage eines Zahnarztes abgewiesen. Der Mediziner aus Kiel hatte Jameda verklagt, weil das Arztbewertungsportal mit Sitz in München Anfang 2018 zehn seiner positiven Bewertungen gelöscht hatte.

Gericht: deutliche Hinweise auf Fake-Einträge

Es habe deutliche Hinweise darauf gegeben, dass es Fake-Einträge waren, erklärte die Firma. Das Münchner Landgericht schloss sich der Argumentation von Jameda an, wonach die Einträge im Rahmen der Qualitätssicherung gelöscht worden seien. Ihre Echtheit habe sich nicht überprüfen lassen.

Zahnarzt: Löschung war Strafaktion

Der Zahnarzt hatte hingegen erklärt, die Löschung der Einträge sei eine Strafaktion gewesen, weil er ein kostenpflichtiges Zusatzpaket für die Präsentation seiner Praxis auf dem Portal gekündigt hatte. Er verlangte von Jameda die Bewertungen wieder online zu stellen.

Gelöschte Bewertungen nicht mehr online

Das Gericht erteilte der Forderung nun eine Absage. „Der Arzt konnte nicht zur Überzeugung der Kammer nachweisen, dass, wie von ihm behauptet, die Löschungen als Reaktion auf seine Kündigung erfolgt seien“, heißt es in der Urteilsbegründung. Es lägen auch keine Voraussetzungen für eine Wiederveröffentlichung der gelöschten Bewertungen vor.