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Urlauber von Thomas Cook sollen ab Dezember Geld bekommen | BR24

© picture alliance/ZUMA Press/Eurokinissi

Ein Bild aus besseren Zeiten - wer jedoch wegen der Thomas-Cook-Pleite nicht mehr in Urlaub fliegen konnte, dürfte bald entschädigt werden.

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Urlauber von Thomas Cook sollen ab Dezember Geld bekommen

Die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hat in Europa viele Urlauber ins Ungewisse gestürzt. Jetzt steht immerhin fest: Ab Dezember sollen sie eine Entschädigung erhalten. Die Sache hat aber einen Haken.

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Wer einen Urlaub bei dem inzwischen insolventen Reiseveranstalter Thomas Cook gebucht hatte, soll ab Dezember Geld zurückbekommen. Das sagte ein Sprecher des Versicherers Zurich Deutschland. Allerdings: Wie hoch die Erstattung ist, stehe noch nicht fest, da die Höhe der Gesamtschadenssumme noch unklar sei.

Geld reicht wohl nicht für alle Kosten

Klar ist bereits: Kunden müssen sich darauf einstellen, nur einen Teil ihres Geldes zurückzubekommen. Denn die versichere Summe reicht bei weitem nicht für alle aus. Nach Angaben von Zurich Deutschland wurde bereits ein Schaden von rund 250 Millionen Euro gemeldet - Thomas Cook war aber nur bis 110 Millionen Euro versichert. Zuletzt gab es allerdings Streit darüber, welche Summe der Insolvenzversicherer wirklich erstatten muss.

Betroffene können derzeit wenig tun, außer Ansprüche anmelden und abwarten. Das sagen auch Verbraucherschützer wie die Verbraucherzentrale Bayern. Nach Angaben der Versicherung gingen zuletzt täglich etwa 1.000 Schadensmeldungen ein. Insgesamt waren es bis zum 1. November 150.000.

Wie viele Urlauber betroffen sind, ist noch unklar

Die deutsche Thomas Cook, zu der etwa Neckermann oder Öger Tours gehören, hatte nach der Pleite der britischen Konzern-Mutter Ende September ebenfalls Insolvenz beantragt. Zu diesem Zeitpunkt waren 140.000 Urlauber unterwegs, die ihre Reise teils abbrechen mussten. Dazu kommen Gäste, die zwar noch zuhause waren, ihren Urlaub aber schon an- oder voll gezahlt hatten.

Alle Reise bis Ende des Jahres sind abgesagt - die für das kommende Jahr aber noch nicht. Die Gesamtzahl der Geschädigten kann sich also noch erhöhen.

© Ralf Schmidberger/BR

Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook ist klar: Der Sicherungsschein war wenig wert. Die Versicherung hat angekündigt, dass die versicherte Höchstsumme von 110 Millionen Euro nicht ausreichen wird. Die Betroffenen können wenig tun.