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Urlaub verschieben in Corona-Zeiten | BR24

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Die Osterferien hatten sich viele sicherlich anders vorgestellt. Corona machte ihnen einen Strich durch die Planungen.

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Urlaub verschieben in Corona-Zeiten

Die Pfingstferien haben sich viele anders vorgestellt. Urlaub im Ausland ist nicht möglich. Zwar dürfen teils Hotels und Campingplätze öffnen – aber nur unter Auflagen. Viele würden ihren genehmigten Urlaub deshalb gerne stornieren, aber geht das?

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Abstand halten, nur mit Mundschutz ins Lokal, der Wellnessbereich mit Schwimmbad und Saunen geschlossen: das ist die neue Normalität beim Urlaub in Corona-Zeiten. Dem ein oder anderen bereitet das wenig Vergnügen. Warum nicht die freien Tage einfach später im Sommer oder Herbst nehmen, wenn die Beschränkungen vielleicht aufgehoben wurden? Doch so einfach geht das arbeitsrechtlich nicht.

Genehmigter Urlaub muss nicht zurückgenommen werden

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, bereits genehmigte freie Tage wieder zurückzunehmen. Ob er dem Beschäftigten entgegenkommt, ist seine Entscheidung. Die Betriebe fürchten, dass viele Mitarbeiter im Spätsommer oder Herbst verreisen wollen und dann die Personaldecke zu dünn ist. Das Bundesurlaubsgesetz schreibt nur vor, dass die freien Tage der Erholung dienen sollen – das lässt sich aber auch zu Hause umsetzen.

Ausnahme bei Urlaubsstornierung

Es gibt eine gesetzlich festgeschriebene Ausnahme, um einen bewilligten Urlaub in der Personalabteilung stornieren zu können: eine Krankheit. Die muss ein Arzt bestätigen. Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, der könnte sich darauf berufen.

Der Pandemiefall und das Infektionsschutzgesetz tauchen im Gesetzestext nicht auf. Allerdings dienen Ausgangsbeschränkungen nicht gerade dem Erholungszweck. Arbeitsrechtler raten auch in diesem Fall, mit dem Arbeitgeber zu reden. Der darf den Urlaub andererseits nicht einfach anordnen, weil gerade nicht produziert werden kann. Die Wünsche der Mitarbeiter muss er berücksichtigen.

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