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Unternehmen in Bayern reagieren auf Ausbreitung des Coronavirus | BR24

© BR/Elias Drost

Nachdem das Coronavirus jetzt auch in Deutschland aufgetaucht ist, haben etliche Firmen ihre Bemühungen verstärkt, die Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. Fürs Erste werden vor allem Reisen gestrichen und Hygienemaßnahmen verstärkt.

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Unternehmen in Bayern reagieren auf Ausbreitung des Coronavirus

Nachdem das Coronavirus jetzt auch in Deutschland aufgetaucht ist, haben etliche Firmen ihre Bemühungen verstärkt, die Mitarbeiter vor eine Ansteckung zu schützen. Fürs Erste werden vor allem Reisen gestrichen und Hygienemaßnahmen verstärkt.

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Wer in China produziert, versucht keine Mitarbeiter mehr zwischen chinesischen und bayerischen Standorten hin- und herzuschicken. Der fränkische Autozulieferer Schaeffler zum Beispiel hat einen Reisestopp verhängt: bis zum 15. Februar wird es keine Dienstreisen mehr nach China geben.

Auch bei Webasto, wo die erste Ansteckung mit dem Coronavirus in Deutschland aufgetreten ist, fliegen in den kommenden zwei Wochen keine Mitarbeiter mehr zu den chinesischen Standorten. Wer für das Unternehmen in Bayern arbeitet, kann entscheiden, ob er diese Woche von Zuhause aus arbeitet.

BMW, Audi und Siemens: "Nur zwingende Dienstreisen"

Vollständig absagen wollen einige größere Firmen Reisen nach China aber nicht. Der Autohersteller Audi argumentiert: "Eine generelle Einschränkung des Reiseverkehrs nach China wird von der WHO aktuell nicht empfohlen."

Auch bei Siemens und BMW werde es weiterhin "zwingend notwendige Reisen geben". BMW betont aber, die Gesundheit der Angestellten habe oberste Priorität. Der Autohersteller schließt sich deshalb der Empfehlung des Auswärtigen Amtes an, nicht in die betroffene Provinz Hubei zu reisen.

Siemens rät den Mitarbeitern außerdem, "nicht verschiebbare Termine möglichst durch Telekonferenzen o.ä. zu ersetzen."

Mundschutz und Desinfektionsmittel gegen Coronavirus

Das Unternehmen ZF setzt auf die empfohlenen Hygienemaßnahmen und stellt seinen Mitarbeitern Mundschutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Auch der niederbayerische Autozulieferer Dräxlmaier informiert seine Angestellten über richtige Hygiene.

Wirtschaftsverband: Folgen der Virusausbreitung nicht absehbar

Welche Auswirkungen die Epidemie aus China auf die bayerische Wirtschaft insgesamt haben könnte, ist laut Vereinigung der bayerischen Wirtschaft noch nicht absehbar. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt schließt Folgen aber nicht aus. Wenn es weniger Geschäftsreisen gebe, so Brossardt, dann schlage das auch negativ auf die Wirtschaft durch.

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