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Auch an Elektroauto-Batterien soll in den kommenden drei Jahren an der Uni Bayreuth geforscht werden.

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Uni Bayreuth forscht mit Tesla und Varta an Batterie der Zukunft

An der Uni Bayreuth startet demnächst ein Forschungsprojekt, bei dem die Batterien für E-Autos, Laptops und Smartphones verbessert werden sollen. Die Wissenschaftler arbeiten unter anderem mit dem E-Auto-Hersteller Tesla zusammen.

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Von
  • Simon Trapp
  • Thorsten Gütling

Die Sicherheit erhöhen, die Lebensdauer verlängern: Am 1. März beginnt an der Universität Bayreuth ein Forschungsprojekt, bei dem die Wissenschaftler High-Tech-Batterien optimieren wollen. Die Bayerische Forschungsstiftung fördert diese Entwicklung mit 375.000 Euro.

Forscher wollen Batterien in Elektroautos sicherer machen

Das Verbundprojekt trägt den Titel "Glas-Separatoren für Lithium-Ionen-Batterien (GlasSeLIB)" und ist am Lehrstuhl für keramische Werkstoffe angesiedelt. Ziel sei es, extrem dünne, nur 20 Mikrometer dicke Glasmembranen zu entwickeln, die die Elektroden in den Batterien trennen und so die Betriebssicherheit von Elektrofahrzeugen, Laptops und Smartphones erhöhen.

"Eine Reduzierung der Glasmembranen auf unter 20 Mikrometer ist für uns eine große fertigungstechnische Herausforderung. Sie ist aber zwingend erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Betriebssicherheit von Batterien steigt oder zumindest erhalten bleibt, falls künftige Innovationen ihre Leistungsfähigkeit signifikant erhöhen." Thorsten Gerdes, Projektleiter
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Bildrechte: Uni Bayreuth/Uli Schadeck

Ein an der Uni Bayreuth entwickelter Glasseparator für Lithium-Ionen-Batterien. Die Dicke soll nochmals deutlich gesenkt werden.

Anders als die bisher verwendeten Trennstoffe, sollen die Glasmembranen Temperaturen von mindestens 500 Grad aushalten können. Bislang werden in Lithium-Ionen-Batterien in der Regel Kunststoffe, sogenannte mikroporöse Polymerfolien, zur Trennung der Elektroden verwendet. Diese werden bei Überhitzung aber schnell instabil und verursachen teils schwerwiegende Brände.

Kulmbach verbietet Elektroautos in Tiefgaragen

Zuletzt sorgte die Entscheidung der Stadt Kulmbach für Aufsehen, die wegen der Gefahr, die von den Batterien ausgeht, das Parken von Elektroautos in zwei Tiefgaragen der Stadt untersagt hatte.

Uni Bayreuth arbeitet mit Tesla und Varta zusammen

Neben dem Bayerischen Zentrum für Batterietechnik (BayBatt), das an der Bayreuther Hochschule angesiedelt ist, arbeiten die Wissenschaftler auch mit Unternehmen zusammen. Unter anderem zählen auch der Elektrofahrzeughersteller Tesla sowie der Batteriehersteller Varta zu den Forschungspartnern. Der Batteriekonzern hatte zuletzt angekündigt, gemeinsam mit Autoherstellern eine neuartige Batterietechnik entwickeln zu wollen. In den Entwicklungsabteilungen von Tesla und Varta sollen die neuen Glasmembranen zeigen, ob sie die gestellten Anforderungen auch tatsächlich erfüllen.

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