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UFO verzichtet auf weitere Streiks bei der Lufthansa | BR24

© BR/Lars Hofmann

Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich auf einen Lösungsweg im Tarifkonflikt geeinigt. Damit sind Streiks vorerst vom Tisch. Geplant ist ein mehrstufiges Vorgehen: Mediation, Schlichtung und außergerichtliches Güteverfahren.

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UFO verzichtet auf weitere Streiks bei der Lufthansa

Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich auf eine Lösung des Tarifkonflikts geeinigt. Damit sind Streiks vorerst vom Tisch. Geplant ist ein mehrstufiges Vorgehen: Mediation, Schlichtung und außergerichtliches Güteverfahren.

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Bei der Lufthansa drohen vorerst keine weiteren Streiks der Flugbegleitergewerkschaft UFO. Unternehmen und Gewerkschaft haben sich unter anderem auf eine große Schlichtung geeinigt. Hier sollen alle offenen Tariffragen geklärt werden. Bis zum Abschluss der wahrscheinlich monatelangen Schlichtung gilt eine Friedenspflicht – bei der Lufthansa aber auch bei allen Tochtergesellschaften wie Germanwings und Eurowings.

Mediation soll "Vertrauensbasis" wiederherstellen

Parallel sollen in einer Mediation alle persönlichen Konflikte zwischen UFO und Lufthansa aufgearbeitet werden. Dabei sollen Fragen des Miteinanders geklärt werden, die den künftigen Umgang betreffen, aber auch die Konflikte der Vergangenheit mit einschließen. "So soll eine gemeinsame Vertrauensbasis in der Sozialpartnerschaft wiederhergestellt werden", wie beide Seiten betonten.

Außergerichtliches Güteverfahren könnte Knackpunkt werden

Außerdem sollen mithilfe eines ehemaligen Richters alle rechtlichen Streitpunkte außergerichtlich geklärt werden. Dies dürfte ein Knackpunkt werden, denn der Konflikt zwischen Lufthansa und UFO eskalierte in rechtlichen Auseinandersetzungen über die Tariffähigkeit und damit der Existenzgrundlage der Gewerkschaft.

Nach Rücktritten und Krach im UFO-Vorstand hatte die Lufthansa die Befugnis der Gewerkschaftsspitze zum Abschluss von Tarifverträgen gerichtlich angegriffen. Dieses Statusverfahren zog sie im November zurück.

Hinzu kommt die Kündigung von Nicoley Baublies, dem Beauftragten des Gewerkschaftsvorstandes.

Lufthansa und Ufo wollen aus Fehlern lernen

In den vergangenen Wochen hatten die Flugbegleiter mehrfach bei der Lufthansa und verschiedenen Tochtergesellschaften gestreikt und mit weiteren Streiks gedroht. Der stellvertretende Gewerkschaftschef Flohr sagte, Ziel sei es, auch zu lernen, wie sich solche Konflikte in Zukunft vermeiden lassen.

Lufthansa Personalvorstand Niggemann betonte, man sei noch nicht am Ziel. Es gebe aber endlich die Möglichkeit, die monatelangen Streitigkeiten dauerhaft beizulegen.

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