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Überraschender Rückgang beim ifo-Geschäftsklimaindex | BR24

© BR/Christine Bergmann

Die Wirtschaft ist mir unerwartet niedrigen Erwartungen ins neue Jahr gestartet. Die rund 9.000 Manager die für den monatlichen Ifo-Geschäftsklimaindex befragt wurden, neigen zu Pessimismus. Wirklich schlecht sind die Aussichten aber nicht.

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Überraschender Rückgang beim ifo-Geschäftsklimaindex

Die Wirtschaft ist mit unerwartet niedrigen Erwartungen ins neue Jahr gestartet. Die rund 9.000 Manager die für den monatlichen ifo-Geschäftsklimaindex befragt wurden, neigen zu Pessimismus. Wirklich schlecht sind die Aussichten aber nicht.

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar von 96,3 auf 95,9 Punkte gefallen. Für den Präsidenten des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, ist das aber noch kein Grund zur Sorge. Denn hinter dem überraschenden Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex steckt eigentlich eine Art Normalisierung.

Starke Branchen sind vorsichtiger

Denn es sind die Branchen, die im letzten Jahr ungewöhnlich stark waren, in denen sich die Stimmung etwas verschlechtert hat, sagt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest.

"Im Dienstleistungssektor und im Bau läuft es jetzt etwas schlechter, auf der anderen Seite ist das Bild in der Industrie besser geworden. Die Industrie war ja unser Sorgenkind, da haben wir jetzt eine Stabilisierung und das ist eigentlich ein Lichtblick." Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts

Industrie teilweise wieder optimistisch

Denn gerade die Industrie mit ihren Exporten, ist ein wichtiger Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft. Allerdings ist auch innerhalb dieser Branche das Bild geteilt: Die Stimmung bessert sich demnach vor allem in der chemischen Industrie und der Elektrotechnik, nicht in der Autoindustrie.

Keine Panik vor dem Corona-Virus

An den grundsätzlichen Risikofaktoren hat sich aber nichts geändert: Es drohen weiter Handelsstreitigkeiten und der Brexit kommt. Und es ist ein neues Risiko dazugekommen: das Corona-Virus in China. Der ifo-Präsident bleibt allerdings noch gelassen und erinnert an die SARS-Epidemie 2003.

"Selbst diese Epidemie hat nicht den ganz großen Einbruch gebracht. Insofern würde ich sagen für Deutschland: Keine Panik, wir sind weit davon entfernt, negative Auswirkungen, wirtschaftliche und sonstige, auf uns zu sehen. Man muss aber abwarten wie sich das weiterentwickelt." Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts

Zum Zeitpunkt der Umfrage, war das Virus noch kein großes Thema, im Geschäftsklimaindex ist es demnach noch nicht berücksichtigt.

Fuest: "Die Hängepartie geht weiter"

Der ifo-Geschäftsklimaindex zeige, dass die Erholung der deutschen Konjunktur wackelig ist und in gewisser Weise den anderen Frühindikatoren etwas widerspricht. Für eine allgemeine Entwarnung und allzu großem Optimismus sei es noch zu früh.

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