BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch Asklepios abgeschlossen | BR24

© dpa-Bildfunk/David-Wolfgang Ebener

Asklepios übernimmt die Rhön-Klinkum AG.

Per Mail sharen

    Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch Asklepios abgeschlossen

    Der Übernahmekampf um die Rhön-Klinikum AG ist beendet. Der Hamburger Klinikbetreiber Asklepios hat einen Großteil der Aktien gekauft. Asklepios hält nun, gemeinsam mit dem Rhön-Gründer Eugen Münch, über 90 Prozent der Anteile.

    Per Mail sharen

    Die Hamburger Klinikkette Asklepios hat die Übernahme des Rivalen Rhön-Klinikum unter Dach und Fach gebracht. Das Unternehmen halte nun insgesamt 92,58 Prozent der Stimmrechtsanteile an seinem Konkurrenten, teilte Asklepios mit. Dem Geschäft war ein jahrelanges Tauziehen um Rhön vorausgegangen, bei dem auch Großaktionär B.Braun mitgemischt hatte.

    Ausstieg von B.Braun machte den Weg für Asklepios frei

    Spätestens als der Pharma- und Medizinbedarfsanbieter B.Braun aber seinen Ausstieg verkündete, war der Weg frei für Asklepios. Asklepios war bisher schon Minderheitsaktionär bei der Rhön Klinikum AG und kaufte nun einen Großteil der freien Aktien, 28,46 Millionen Rhön-Aktien zum Preis von je 18 Euro und hält damit jetzt allein knapp 85 Prozent an der Rhön-Klinikum AG.

    Asklepios und Rhön-Gründer Eugen Münch bündeln ihre Anteile am Rhön Klinikum aber in einem gemeinsamen Joint-Venture. Auf diese Weise behält Firmenpatriarch Münch maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke des von ihm gegründeten Unternehmens.

    Aus einer "gemeinsamen Position der Stärke" will Asklepios nun "neue Wege für die Spitzenmedizin in Deutschland gehen", sagte Asklepios-Chef Kai Hankeln. Die Arbeitsplätze der rund 3.000 Beschäftigten in Bad Neustadt seien dadurch allerdings nicht in Gefahr, hieß es zuletzt.

    Langer Streit um Übernahme

    Vorausgegangen war ein monatelanger Übernahmekampf mit dem Großaktionär B. Braun. Der Medizinversorger aus dem hessischen Melsungen hatte seine Anteile nicht verkaufen wollen und versucht, mit juristischen Mitteln gegen die Rhön-Übernahme durch Asklepios vorzugehen. Schließlich nahm B. Braun das Übernahmeangebot aber an. Rhön Klinikum-Chef Stephan Holzinger räumte seinen Posten.

    Die Rhön-Klinikum AG betreibt derzeit fünf Klinikstandorte: neben dem unterfränkischen Stammsitz Bad Neustadt noch Krankenhäuser in Thüringen und Brandenburg sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg in Hessen.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!