Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Übernahme bei Osram: Investor will Standort Regensburg stärken | BR24

© picture alliance/imageBROKER

Produktionsstandort von Osram Opto Semiconductors in Regensburg

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Übernahme bei Osram: Investor will Standort Regensburg stärken

Bei Osram in Regensburg fallen insgesamt 300 Jobs weg, der Stellenabbau ist fast abgeschlossen. Im Übernahme-Krimi um Osram hat der österreichische Sensor-Chip-Hersteller AMS nun aber in Aussicht gestellt, den Standort Regensburg wieder zu stärken.

Per Mail sharen

Der österreichische Sensor-Chip-Hersteller AMS stellt nach der geplanten Übernahme des Münchner Lichttechnik-Konzerns Osram eine Stärkung des Standorts in Regensburg in Aussicht.

"Wir wollen Teile der Produktion von Asien nach Deutschland übersiedeln", sagte Konzernchef Alexander Everke am Montag in einer Telefonkonferenz.

Im Regensburger Werk würde die Produktion von LEDs - etwa für die Automobilindustrie - gebündelt.

Bisher war von Stellenabbau die Rede

Im Januar hatte Osram angekündigt, dass am Standort Regensburg 300 Stellen abgebaut werden sollen. Statt 2.800 Mitarbeiter sollen es bis September nur noch 2.500 sein. Als Begründung hatte Osram unter anderem die schwächere Nachfrage aus der Autoindustrie genannt.

Österreichisches Unternehmen will Finanzinvestoren ausstechen

Die österreichische AMS AG plant, bis 15. August ein bis zu 4,3 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für Osram vorzulegen und damit die beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle auszustechen. Voraussetzung dafür sei aber die Aufhebung eines Stillhalteabkommens mit Osram, erklärte der Firmenchef.

Sollte der Osram-Vorstand grünes Licht geben, sei der Beginn der Angebotsfrist für den 5. September geplant. "Wir erwarten, dass wir im vierten Quartal diesen Jahres eine Aktionärsversammlung haben werden, um die Kapitalmaßnahme zu genehmigen", sagte Everke.

Den Abschluss der Übernahme erwartet der AMS-Chef in der ersten Jahreshälfte 2020.