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Überblick über Altersvorsorge soll einfacher werden | BR24

© picture alliance/Fotostand

Wie viel Geld bleibt im Ruhestand? Bald soll es eine bessere Übersicht geben.

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    Überblick über Altersvorsorge soll einfacher werden

    Reicht die Rente für ein entspanntes Leben im Ruhestand? Viele berufstätige Deutsche haben nur eine vage Vorstellung davon, was sie unterm Strich im Alter zur Verfügung haben werden. Die Bundesregierung möchte nun für mehr Klarheit sorgen.

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    Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für eine sogenannte "säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation". Damit soll künftig mehr Klarheit über die Bezüge im Alter geschaffen werden. Bisher ist das noch ziemlich kompliziert.

    Renteninformation bisher oft nicht umfassend

    Die gesetzlichen Rentenkassen verschicken zwar regelmäßig Informationen, was Versicherte im Alter erwarten können, doch wer eine betriebliche Altersversorgung hat, muss die selbst dazu rechnen. Das gleiche gilt für private Vorsorge, etwa aus einem Riester-Vertrag. Dieses Zusammenrechnen soll künftig eine digitale Plattform übernehmen.

    Vorsorgelücke bei der Rente soll klarer erkannt werden

    Ziel sei es, dass die Bürger eine klarere Vorstellung davon haben, wie sie im Alter finanziell dastehen werden, heißt es von der Bundesregierung. Vor allem, wenn es darum geht, abzuschätzen, ob sich eine allzu große Vorsorgelücke, auch als Rentenlücke bekannt, auftut.

    Dieses Ziel ist auch nach Einschätzung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sinnvoll. Sie pocht aber darauf, dass Arbeitgeber bei der Übermittlung von Daten zur betrieblichen Altersvorsorge nicht mit zu viel Bürokratie belastet werden.

    Fachleute: Zeitplan "ambitioniert"

    Die Deutsche Rentenversicherung Bund gibt sich gleichzeitig zuversichtlich, dass sich das Vorhaben umsetzen lässt. Sie hält den Zeitplan allerdings für ambitioniert. Nach einer Pilotphase soll die Altersvorsorge-Information ab 2023 umfassend ausgebaut sein.

    Es werden aber auch dann wichtige Elemente der Altersvorsorge, wie etwa Immobilienbesitz, kaum mit einbezogen werden können. Das ist technisch nur schwer umsetzbar - und auch mögliche Abzüge für Steuern und Krankenversicherung müssen künftige Rentner weiterhin für ihren individuellen Fall ausrechnen oder abschätzen.

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