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Corona beschleunigt Strukturwandel im Einzelhandel

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Turbo für Ladenschließungen: Corona beschleunigt Wandel

Die Corona-Pandemie ist ein Turbo für die Veränderungen im deutschen Einzelhandel. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Weit schneller als bislang gedacht, werden demnach viele Läden aufgeben und die Menschen noch mehr in Internet einkaufen.

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Von
  • Ralf Schmidberger

Lange Zeit ganz zu oder nur mit harten Einschränkungen geöffnet: Stationäre Läden müssen derzeit viel erleiden. Und die schlechte Nachricht: So wie vor der Corona-Krise wird es wohl nicht mehr werden. Nach Einschätzung des Kölner Instituts für Handelsforschung IFH werden wir Deutschen auch künftig besonders häufig im Internet einkaufen.

80.000 Läden weniger

Das führt den Berechnungen zufolge dazu, dass sich bis zum Jahr 2030 bereits der Online-Anteil nahezu verdoppelt auf bis zu 22 Prozent – und damit acht Jahre früher als bislang erwartet. Und diese Entwicklung wird auch im Straßenbild der Städte und Gemeinden alsbald zu sehen sein. Schon im Jahr 2023 wird es dem IFH zufolge bis zu 80.000 stationäre Geschäfte weniger geben als heute. Das ist sieben Jahre früher als bisher prognostiziert.

Wer überleben will, muss Gas geben

Vor allem der Fachhandel abseits von Lebensmitteln werde davon betroffen sein – wie Bekleidungs- und Schuhläden, heißt es. Die Corona-Krise habe vielen Händlern die Zeit genommen, sich auf den Strukturwandel einzustellen. Entscheidend fürs Überleben der Läden sei jetzt, innovativ zu sein, und das sehr schnell, meinen die Handelsforscher.

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