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Tui bekommt weitere Staatshilfen

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    Tui bekommt weitere Staatshilfen

    Der Tui-Konzern bekommt wegen der Corona-Krise weitere Staatshilfen. Wie der weltgrößte Reiseanbieter mitteilte, habe sich Tui mit Bund sowie privaten Investoren und Banken auf ein Finanzierungspaket im Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro geeinigt.

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    • BR24 Redaktion

    Tui erhält ein drittes Rettungspaket mit milliardenschweren Finanzhilfen auch vom Staat. Man habe sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von insgesamt 1,8 Milliarden Euro geeinigt, teilte der Tourismuskonzern am Mittwoch mit.

    Das Paket sieht laut Tui konkret eine Kapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro vor, die von privaten Investoren geschultert wird. Daneben geht es um eine in Aktien der Tui wandelbare stille Einlage des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 420 Millionen Euro. Daneben geht es um eine nicht wandelbare stille Einlage des WSF in Höhe von 280 Millionen Euro.

    Finanzpaket gleicht Reisebeschränkungen bis zur Sommersaison aus

    Das Finanzierungspaket stärke die Position der Tui und stelle ihr ausreichende Liquiditätsreserve zur Verfügung, hieß es. "Diese gleicht auch die bis zum Beginn der Sommersaison 2021 angenommenen Reisebeschränkungen aus." Das Paket sei notwendig geworden aufgrund der zunehmenden Reisebeschränkungen durch wieder ansteigende Infektionszahlen und ein damit verbundenes kurzfristigeres Buchungsverhalten einiger Kunden.

    Corona-Krise trifft Tui hart

    Die Corona-Krise mit ihren Einschränkungen und Reisewarnungen trifft TUI enorm hart. Der Staat stützt den Hannoveraner Reisekonzern bereits mit drei Milliarden Euro. Tui-Chef Fritz Joussen hatte jüngst weitere Staatshilfen nicht ausgeschlossen.

    Tui war im Frühjahr als erstes deutsches Großunternehmen von der staatlichen Förderbank KfW mit einem Darlehen über 1,8 Milliarden Euro unterstützt worden. Neben Lufthansa und Tui wird auch der Reise-Konkurrent FTI öffentlich gestützt. Ende September waren für Tui 1,2 Milliarden Euro in Form einer zweiten Kreditlinie sowie einer Anleihe hinzugekommen, die der Bund auch in eigene Anteile bei den Hannoveranern umwandeln kann. Nun wurden Verhandlungen über eine dritte Hilfstranche beendet.

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