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Trump: Handelskrieg wird "ziemlich kurz" | BR24

© dpa-Bildfunk/Susan Walsh

USPräsident Trump und der Chinesische Präsident Xi Jinping

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    Trump: Handelskrieg wird "ziemlich kurz"

    US-Präsident Trump glaubt weiter daran, dass der Handelskrieg mit China nur von kurzer Dauer sei. Er gab aber zu, dass amerikanische Verbraucher belastet werden. Unterdessen wurde China als größter US-Gläubiger abgelöst.

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    US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Beilegung des Handelskonflikts mit China aus. "Ich denke, dass wir eine sehr gute Diskussion mit China führen. Sie wollen sehr gerne einen Deal machen", sagte Trump vor Journalisten in Morristown. "Ich denke, je länger das geht, umso stärker werden wir ... Ich habe das Gefühl, dass das ziemlich kurz laufen wird", fügte er mit Blick auf den Konflikt hinzu.

    China hatte zuvor erklärt, auf die von den USA angedrohten höheren Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren zu wollen. Gleichzeitig setzt Peking aber noch auf eine gütliche Einigung: Man könne durch Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts eine für beide Seiten annehmbare Lösung finden, sagte eine Außenamtssprecherin.

    Die amerikanischen Verbraucher müssen zahlen

    Trump sagte, er rechne nicht mit Vergeltungsmaßnahmen Chinas. Gleichzeitig gab er aber zu, es könne sein, dass amerikanische Verbraucher letztlich für Teile der durch chinesischen Strafzölle verursachten Mehrkosten aufkommen müssen. Trump hatte Anfang August den Zollkonflikt trotz einer neuen Verhandlungsrunde verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben. Er stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an Zusagen zu halten.

    Allerdings soll die Einführung der neuen Zölle auf chinesische Güter wie Laptops und Mobiltelefone zunächst noch einmal verschoben werden. Sie sollten eigentlich ab September greifen. Beide Seiten haben sich in dem Konflikt bereits gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Trump hatte den Zollstreit angezettelt, weil er China unfaire Handelspraktiken vorwirft.

    China nicht mehr der größte Gläubiger der USA

    Über den Verhandlungen schwebt auch der zusätzliche Druck, dass China lange Zeit der größte Gläubiger der USA war. Doch wie nun aus Daten des US-Finanzministeriums hervorgeht, hat Japan die Volksrepublik in diesem Ranking abgelöst.

    Demnach hielt Japan im Juni amerikanische Staatsanleihen im Volumen von 1,122 Billionen Dollar, während China auf 1,112 Billionen Dollar kam. Der Wert von amerikanischen Schuldtiteln, die vom Ausland gehalten werden, belief sich im Berichtsmonat auf 6,636 Billionen Dollar nach 6,539 Billionen Dollar im Mai. Damit waren die US-Titel weiter als sicherer Hafen gefragt. China überrundete Japan als größten Gläubiger der USA erstmals im September 2008. Der größte Teil der Schulden wird von Amerikanern selbst gehalten - etwa von Bundesstaaten und Kommunen, der Zentralbank, Pensionsfonds und anderen institutionellen und privaten Anlegern.