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Trotz Reform: Ungleiche Verteilung der Ärzte in Bayern | BR24

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In Bayern gibt es genug Ärzte – nur sind sie oft nicht an der richtigen Stelle. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Techniker Krankenkasse. Sie fordert deshalb, dass die Regeln bei der Weitergabe von Arzt-Sitzen geändert werden.

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Trotz Reform: Ungleiche Verteilung der Ärzte in Bayern

In Bayern gibt es genug Ärzte – nur sind sie oft nicht an der richtigen Stelle. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Techniker Krankenkasse. Sie fordert deshalb, dass die Regeln bei der Weitergabe von Arzt-Sitzen geändert werden.

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Im Berchtesgadener Land kümmert sich ein Augenarzt rechnerisch gesehen um 15.000 Bürger – in der Region Weißenburg-Gunzenhausen sind es über 47.000, also mehr als dreimal so viele. Auch Kinderärzte in Kronach müssen rechnerisch dreimal so viele Patienten versorgen wie ihre Kollegen in Garmisch-Partenkirchen.

Ärzte sind falsch verteilt

Das zeigen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die die Techniker Krankenkasse (TK) ausgewertet hat. Georg Engelhard, der bei der TK in Bayern das Thema ärztliche Versorgung betreut, findet das ärgerlich:

"Wir haben hier in Bayern insgesamt ausreichend Ärzte, aber sie sind nicht richtig verteilt. Man müsste umschichten von den Bereichen, die zu viel haben, in diejenigen, die etwas zu wenig haben. Und das wäre eine Aufgabe der Zulassungsausschüsse, und da funktioniert es leider nicht so, wie sich der Gesetzgeber das vorgestellt hat." Georg Engelhard, Techniker Krankenkasse

Techniker Krankenkasse fordert Umdenken der Ärzte

In diesen Zulassungsausschüssen sitzen genau so viele Ärzte wie Vertreter der Krankenkassen. Doch die Ärzte würden in Gegenden, in denen es sowieso schon besonders viele Mediziner gibt - wie etwa Südbayern - immer dafür stimmen, dass die Praxen auch nachbesetzt werden, kritisiert die Techniker Krankenkasse. Sie wünscht sich deswegen entweder ein Umdenken unter den Ärzten oder Änderungen durch den Gesetzgeber.