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Trotz Grenzkontrollen: Keine Probleme bei Bayerns Autobauern | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Produktion im BMW-Werk in Regensburg

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    Trotz Grenzkontrollen: Keine Probleme bei Bayerns Autobauern

    Die bayerischen Autobauer BMW und Audi spüren bisher keine negativen Auswirkungen der Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. Im Vorfeld war befürchtet worden, dass Lieferverzögerungen zu Produktionsausfällen führen könnten.

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    Von
    • Harald Mitterer
    • Norbert Bauer
    • Meike Föckersperger
    • Günther Rehm
    • Tobias Betz

    Weder bei BMW noch bei Audi machen sich die Grenzkontrollen derzeit bemerkbar. Alles laufe planmäßig, verlautet von den Auto-Konzernen. Zulieferungen seien ohne größere Verzögerungen angekommen, hieß es von BMW. Auch beim Personal gebe es keine gravierenden Probleme durch betroffene Pendler.

    Keine Auswirkungen auf BMW-Werke in Dingolfing und Regensburg

    In Europas größtem BMW-Werk im niederbayerischen Dingolfing konnte die Frühschicht planmäßig die Produktion aufnehmen, auch die Spätschicht kann wie geplant "gefahren" werden. Es seien auch Lkw mit Zulieferteilen über die Grenze im Werk angekommen, so Werkssprecher Bernd Eckstein auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Man beobachte die Lage aber weiter.

    Lieferengpässe hat es offenbar auch im Regensburger BMW-Werk nicht gegeben. Ein Sprecher des Werks sagte dem BR, dass am Montag erste Lieferungen aus Tschechien die Grenze passiert hätten und ohne größere Verzögerungen in Regensburg angekommen seien. Bislang sei das Regensburger Werk also mit Teilen versorgt und könne planmäßig produzieren.

    Normale Produktion bei Audi in Ingolstadt

    Auch bei Audi in Ingolstadt wird heute "ohne Einschränkungen" produziert. Das teilte ein Unternehmenssprecher auf BR-Anfrage am Montagmorgen mit und ergänzte: "Natürlich beobachten wir die Lage und die weitere Entwicklung."

    Autobauer setzen auf effizientes Vorgehen an den Grenzen

    Die Zulieferer hätten sich gut auf die neue Situation vorbereitet, so der Regensburger BMW-Sprecher. Man beobachte jedoch kontinuierlich die Situation in enger Abstimmung mit den Lieferanten und Logistikpartnern. Der Autobauer hofft eigenen Angaben zufolge weiterhin "auf eine pragmatische und effiziente Vorgehensweise der Behörden" bei den Kontrollen an den Grenzübergängen, um die Versorgung aufrechterhalten zu können.

    VDA hatte vor Engpässen gewarnt

    Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte gestern aufgrund der Corona-Testpflicht an den Grenzen zu Bayern Lieferprobleme und mögliche Produktionsstopps in großen Autowerken unter anderem in Dingolfing, Regensburg und Ingolstadt befürchtet.

    Für Tschechien, die Slowakei und das österreichische Bundesland Tirol gelten wegen der Ausbreitung von Corona-Mutanten nun harte Beschränkungen für die Einreise nach Deutschland. An der Grenze zu Tschechien und Tirol wird streng kontrolliert.

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