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Trotz Corona: Viele Betriebe bilden weiter aus | BR24

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Die Produktion wird nach unten gefahren, die Exportzahlen brechen um die Hälfte ein, Kurzarbeit und auch Kündigungen sind angesagt. Und trotzdem sind viele Firmen weiterhin bereit, auszubilden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

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Trotz Corona: Viele Betriebe bilden weiter aus

Obwohl in vielen Betrieben die Produktion nach unten gefahren wurde, die Exportzahlen einbrachen, Kurzarbeit angeordnet und Kündigungen ausgesprochen wurden, sind viele Firmen weiterhin bereit, Lehrlinge auszubilden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

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Wird es bei der Ausbildung einen Corona-Jahrgang geben, bei dem viele Schulabgänger keine Lehrstelle finden? Die Sorge war gerade in der Metall- und Elektrobranche groß.

Zahl der Lehrstellen wird voraussichtlich sinken

Eine Umfrage zeigt, dass das Coronavirus und die zuvor schon schlechtere Wirtschaftslage Spuren hinterlassen. Die Zahl der bisher geschlossenen Ausbildungsverträge wird laut einer Prognose des Verbandes der bayerischen Metall- und Elektroindustrie um knapp acht Prozent zurückgehen – allerdings ist auch die Zahl der Bewerber um gut sieben Prozent rückläufig. Weit über die Hälfte der Betriebe gibt den Mangel an geeigneten Bewerbern als Grund für den Rückgang von Ausbildungsverträgen an - gut 30 Prozent ihre wirtschaftliche Situation.

Wirtschaft verspricht Unterstützung

Gemessen an der schlechten Gesamtlage der Metall- und Elektrobranche wertet Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt das als Beweis für eine nach wie vor hohe Bereitschaft der bayerischen Betriebe, auszubilden. Nur kann niemand voraussagen, ob eine mögliche Pleitewelle im Verlauf des Jahres zur Kündigung von Lehrverträgen führen wird.

Brossardt versprach, dass die Wirtschaft sich darauf fokussiert, dass diejenigen Auszubildenden, die in Unternehmen arbeiten, die vom Konkurs bedroht sind, gut in andere Betriebe vermittelt werden. Der Bedarf werde da sein. Der Mangel an Fachkräften sei weiterhin hoch. Die IG Metall Bayern hat bereits das nächste Jahr im Blick. Sie fürchtet, dass die Betriebe die Ausbildungsplätze in 2021 weiter nach unten fahren. Ihr Appell deshalb: Die Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungskrise werden.

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