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Reisebüros optimistisch

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Trotz Corona-Krise: Reisebüros sind optimistisch

Die Reisebranche hat die Corona-Krise besonders getroffen. Zu Pfingsten sind die Buchungen zwar langsam angelaufen, doch das haben einige Reisebüros schon nicht mehr erlebt. Viele Agenturen sind dennoch optimistisch, wie eine neue Studie zeigt.

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Von
  • Ralf Schmidberger

Es zeichne sich zwar ab, dass es künftig weniger Reisebüros geben wird, eine gute Reiseberatung sei aber weiterhin wichtig – so das Fazit des Centouris-Instituts an der Universität Passau, das die Studie veröffentlicht hat. Der Wunsch nach persönlicher Beratung sei auch der Grund, warum viele Reisebüros, die noch nicht pleite sind, positiv in die Zukunft blicken.

Weg vom Pauschalstrandurlaub hin zu ausgefallenen Erlebnissen

Je komplizierter und aufwendiger eine Reise – umso mehr brauche es eine qualifizierte persönliche Beratung. Und das sei im Internet nicht so einfach zu finden, zeigen sich die von dem Institut befragten Reisebüros überzeugt. Überhaupt sei es wichtig, sich von den Urlaubsverkäufern im Internet zu unterscheiden. Das heißt: weg vom Massengeschäft mit Pauschalstrandurlauben, hin zu ausgefallenen Erlebnissen, die der Kunde so im Internet nicht findet. Auch die Beratung selbst verändert sich nach Ansicht der Reisebüros: Die Agenturen nutzen beispielsweise WhatsApp oder Instagram und veranstalten auch schon virtuelle Infoabende über Zoom.

Wunsch nach einheitlicher Lösung bei Beratungsgebühren

Beim Thema "Beratungsgebühren" sind die Reisebüros gespalten. Weil viele Kunden sich eine Reise zusammenstellen lassen, dann aber im Internet buchen oder gar nicht, verlangen einige Büros für ihre Leistung eine Pauschale. Andere fürchten jedoch, die Kunden damit zu verprellen. Ziemlich einhellig ist der Ruf nach einer branchenweiten Lösung. Wenn alle Reisebüros eine Beratungsgebühr verlangen, würden das die Kunden als "normal" akzeptieren.

Studie soll Handlungsempfehlungen für bayerischen Reisevertrieb entwickeln

Das Centouris-Projekt "ReiseZukunft" wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert und setzt sich zum Ziel, neue Ideen und wettbewerbsfähige Handlungsempfehlungen für den Reisevertrieb in Bayern zu entwickeln.

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