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Trotz Corona: Keine Kulanz für säumige Strom- und Gaskunden | BR24

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Keine Kulanz für säumige Strom- und Gaskunden

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    Trotz Corona: Keine Kulanz für säumige Strom- und Gaskunden

    Wer aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Engpässe geraten ist, konnte Strom- oder Gasrechnungen stunden lassen. Diese Regelung ist im Juni ausgelaufen. Experten fürchten, dass dies im neuen Jahr für einige Kunden zum Problem werden könnte.

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    Der französische Stromversorger EdF hat in der vergangenen Woche angekündigt, dass er Kunden, die wegen der Corona-Pandemie in finanzieller Bedrängnis sind, ihre Stromrechnung auf Antrag stundet.

    Auch in Deutschland gab es zu Beginn der Krise dafür schon eine Lösung: Ab 1. April ist ein Gesetz in Kraft getreten, wonach Kunden ihre Abschläge auf Strom, Gas oder Wasser stunden lassen konnten, falls Sie durch die Corona-Krise knapp bei Kasse sind. Allerdings ist diese Regelung Ende Juni ausgelaufen und eine Nachfolgeregelung gibt es bislang nicht.

    Regeln wie vor der Corona-Krise

    Wer jetzt in Zahlungsschwierigkeiten steckt, kann mit keiner besonderen Kulanz mehr bei seiner Strom- und Gasrechnung rechnen – es gelten die Regeln wie vor Corona. "Im schlimmsten Fall kann es dann auch zu Sperrungen kommen", sagt Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft.

    Doch er betont, dass Kulanz bislang auch nicht bei vielen Menschen notwendig gewesen wäre – zumindest weniger als anfangs befürchtet. "Die Arbeitslosenzahlen sind nicht signifikant gestiegen. Viele sind in Kurzarbeit und dadurch ist auf jeden Fall gewährleistet, dass die allermeisten Kunden auch ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können", so Fischer.

    Folgen erst im nächsten Jahr spürbar

    Allerdings befürchtet er im kommenden Jahr zunehmend Zahlungsschwierigkeiten bei Privatkunden, da dann möglicherweise die Zahl der Firmeninsolvenzen und damit der Job-Kündigungen steigen wird.

    Angeschlagenen Unternehmen, zum Beispiel derzeit geschlossenen Gaststätten, empfiehlt Fischer, eine Absenkung der monatlichen Abschlagszahlung zu vereinbaren, da der Wirt ja weder Strom noch Gas noch Wasser im bisherigen Umfang verbrauche.

    Er sei überzeugt, dass die Versorger dem regelmäßig nachkämen. Damit könne man die Fixkosten auch sehr schnell senken.

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