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Traton will schneller werden und erhöht Druck auf MAN | BR24

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Strategiewechsel bei Traton, Entlassungen bei MAN

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Traton will schneller werden und erhöht Druck auf MAN

Der Nutzfahrzeughersteller Traton peilt eine Umsatzrendite von 9 Prozent an, wie Vorstandschef Matthias Gründler heute auf der virtuellen Hauptversammlung mitteilte. Bei MAN ist in diesem Zusammenhang ein Abbau von bis zu 9.500 Stellen geplant.

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Von
  • Gabriel Wirth

Der Traton-Vorstand will den einzelnen Marken der VW-Tochter MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus mehr Eigenständigkeit geben, verlangt dafür aber höhere Profitabilität.

Wie bereits sein Vorgänger Andreas Renschler, will auch der neue Traton-Chef den Nutzfahrzeughersteller zu einem globalen Champion aufbauen, und dazu gehört auch ein radikaler Umbau der Marke MAN. Der Münchner Lkw- und Bushersteller ist schon seit langem nicht so profitabel, wie sich das die Geschäftsführung offensichtlich vorstellt.

"Ich bin mir sicher, In MAN steckt ein starker Löwe. Aber den müssen wir wecken. Denn klar ist auch: Das Unternehmen ist heute nicht da, wo es sein könnte. Um das zu schaffen, ist eine Restrukturierung des Unternehmens unumgänglich." Matthias Gründler, Vorstandsvorsitzender TRATON

Standort-und Beschäftigungsgarantie wackelt

So plant der Vorstand, bis zu 9.500 Stellen bei MAN zu streichen. Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite haben noch nicht begonnen. Der Gesamtbetriebsrat hat bereits massiven Widerstand angekündigt. Denn der Vorstand plant offensichtlich in wenigen Tagen, zum Ende des Monats, die Standort- und Beschäftigungsgarantie aufzukündigen, wie der Betriebsrat in einer Pressemitteilung erklärte. Diese Vereinbarung hat betriebsbedingte Kündigungen eigentlich bis 2030 ausgeschlossen.

Die Standort- und Beschäftigungssicherung aufzukündigen – das sei unterste Schublade, meinte der Gesamtbetriebsratschef Saki Stimoniaris. In Nürnberg wollen morgen Beschäftigte gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau auf die Straße gehen, wie die IG Metall mitteilte.

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