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Traton schreibt rote Zahlen | BR24

© Gabriel Wirth/BR

Traton: Münchner Nutzfahrzeugtochter von VW mit schlechtem Quartalsergebnis

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Traton schreibt rote Zahlen

Die Pandemie belastet nicht nur die Autobauer, sondern auch die Hersteller von Nutzfahrzeugen. Die Krise habe den Straßengüterverkehr dramatisch einbrechen lassen, so die ernüchternde Bilanz bei Traton: 385 Millionen Euro Verlust im 2.Quartal.

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Der Umsatz fiel zwischen April und Juni 2020 um 38 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Der neue Chef von Traton Matthias Gründler hat zu einer recht schwierigen Zeit das Steuer bei der Nutzfahrzeugtochter von VW übernommen. Bei der Marke MAN brodelt es, die alte Geschäftsführung wollte das Unternehmen radikal umbauen, um rentabler zu werden. Geplant war dabei auch ein massiver Stellenabbau in Deutschland und Österreich. Die Rede war von 6.000 Arbeitsplätzen, die gestrichen werden sollen. Offensichtlich kam es zum Streit zwischen Vorstand und Betriebsrat, die alte Geschäftsführung trat ab.

Dialog mit Arbeitnehmern nach der Sommerpause

Gründler erklärt dazu nun auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dass der neue MAN-Chef Andreas Tostmann jetzt erst einmal die Situation analysieren werde. Dafür brauche Tostmann einige Zeit. Nach der Sommerpause sollen dann erste Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden, versprach Gründler. Dabei wollte er sich auch nicht darauf festlegen, dass 6.000 Stellen bei MAN in Gefahr sind.

Stellenabbau bei Scania bereits fix

Bei der Marke Scania dagegen steht schon fest, dass 5.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen, um Kosten zu sparen. Einiges davon sei auch schon auf dem Weg. Bereits vor der Corona-Krise liefen die Geschäfte in Europa schlechter, die Pandemie hat die Lage nun noch einmal verschärft. Aufgrund der unsicheren Lage wollte die Geschäftsleitung auch keine konkrete Prognose für das Gesamtjahr abgeben. Nur so viel: der Absatz wird in diesem Jahr drastisch zurückgehen, einen operativen Verlust könne man dabei nicht ausschließen.

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