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Touristikkonzern insolvent: Thomas Cook stellt Geschäft ein | BR24

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Der Touristikkonzern Thomas Cook hat das Geschäft einstellt. Alle Flüge seien daher gestrichen worden. Nun läuft eine massive Rückholaktion für gestrandete Urlauber an. Flüge der deutschen Tochter Condor starten dennoch.

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Touristikkonzern insolvent: Thomas Cook stellt Geschäft ein

Der Touristikkonzern Thomas Cook hat Insolvenz angemeldet und das Geschäft einstellt. Alle Flüge wurden gestrichen. Nun läuft eine massive Rückholaktion für Hunderttausende gestrandete Urlauber an. Flüge der deutschen Tochter Condor starten dennoch.

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Die Bemühungen um Rettung des angeschlagenen britischen Touristikkonzerns Thomas Cook sind gescheitert. Ein entsprechender Insolvenzantrag vor Gericht sei bereits gestellt worden, teilte der Konzern auf seiner Website mit. Konzernchef Peter Fankhauser bedauerte das Scheitern der Gespräche und sprach in der Erklärung von einem "tief traurigen Tag" für den Konzern. Noch bis Sonntagabend war mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt worden.

Condor fliegt weiter

Das Traditionsunternehmen mit Marken wie Neckermann-Reisen und der Fluglinie Condor benötigte das Geld, um in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren. Der Ferienflieger Condor versicherte kurz nach Bekanntwerden der Insolvenzpläne, dass der Flugbetrieb weitergehe: "Condor Flüge werden weiterhin durchgeführt, obwohl die Muttergesellschaft Thomas Cook Group plc ‎Insolvenz eingereicht hat". Eine Sprecherin betonte: "Wir starten und landen ganz normal".

Weiter hieß es in einer Condor-Mitteilung:

"‎Um Liquiditätsengpässe bei Condor zu verhindern, wurde ein staatlich verbürgter Überbrückungskredit ‎beantragt. Dieser wird derzeit von der Bundesregierung geprüft." Mitteilung von Condor
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Beim britischen Touristikkonzern Thomas Cook ist der letzte Rettungsversuch vor einem Konkurs gescheitert. In der Nacht zum Montag gab die zivile Luftfahrtbehörde (CAA) den finanziellen Kollaps eines des Reiseunternehmens bekannt.

Die deutschen Veranstaltertöchter, zu denen Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, haben den Verkauf von Reisen nach eigenen Angaben komplett gestoppt. Man könne nicht gewährleisten, dass gebuchte Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September stattfinden, teilte Thomas Cook GmbH am Morgen in Oberursel bei Frankfurt mit.

"Größte zivile Rückholaktion überhaupt"

Hunderttausende Urlauber, darunter auch viele Deutsche, sind von der Insolvenz betroffen. Während bei Pauschalreisenden aus Deutschland im Fall einer Insolvenz des Veranstalters ein Versicherer einspringt, bezahlt in Großbritannien der Staat für die Rückholung gestrandeter Urlauber aus dem Ausland.

Der britische Außenminister Dominic Raab hatte bereits am Sonntag besorgten Urlaubern die Unterstützung der Regierung in London zugesagt. Die Regierung sei bereit, Urlauber nach Hause zu holen. Nach Angaben des Senders BBC hatten die zivile Luftfahrtbehörde CAA für den Notfall bereits am Sonntag zahlreiche Flugzeuge bereitgestellt.

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Nach der Thomas Cook-Pleite wissen viele Urlauber noch nicht, wie sie heimreisen können. Die deutsche Tochter Condor teilte derweil mit, dass der Betrieb weitergeht.

Damit laufe die "größte zivile Rückholaktion überhaupt" an, um rund 150.000 Urlauber aus verschiedenen Ländern nach Hause zu holen. Die Rückholaktion trägt nach BBC-Angaben den Codenamen "Matterhorn". In der Nacht seien bereits die ersten Flugzeuge zu verschiedenen Zielen gestartet, um britische Urlauber nach Hause zu holen.

Schuldenberg in Milliardenhöhe

Thomas Cook war in den vergangenen Jahren immer wieder in Schieflage geraten. Bereits 2012 retteten mehrere Banken den Konzern nach immensen Abschreibungen auf das britische Geschäft und IT-Systeme mit frischem Geld vor dem Untergang. Auch dadurch sitzt Thomas Cook auf einem Schuldenberg in Milliardenhöhe und ächzt unter der hohen Zinslast. Der jüngste Preiskampf im Reise- und Fluggeschäft kam erschwerend hinzu, ebenso wie die anhaltende Unsicherheit um den Brexit, die die Urlaubsfreude der britischen Kundschaft dämpft.

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Die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor teilte mit, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Um Liquiditätsengpässe zu verhindern, sei ein staatlich verbürgter Überbrückungskredit beantragt worden. Dieser werde derzeit von der Bundesregierung geprüft.