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Tourismus in Bayern: "Urlaub dahoam" ist in | BR24

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Bayern ist für Touristen attraktiver denn je: Zum siebten Mal hintereinander hat die Zahl der Übernachtungen zugelegt

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Tourismus in Bayern: "Urlaub dahoam" ist in

Bayern ist für Touristen attraktiver denn je: Zum siebten Mal hintereinander hat die Zahl der Übernachtungen zugelegt, sie lag 2018 bei 98,7 Millionen. Damit sind es knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

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Auch bei den Gästeankünften hat Bayern im vergangenen Jahr ein Plus verzeichnet, es lag mit 39,1 Millionen bei knapp fünf Prozent. Angesichts der guten Zahlen zeigte sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sehr zufrieden.

"Dennoch bin ich überzeugt, dass im Tourismus noch weiteres Potenzial steckt. Dieses zu heben, ist und bleibt unser Ziel. Wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit die positive Entwicklung anhält. Denn der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er sichert Arbeit und Einkommen für bis zu 600.000 Menschen – insbesondere auch in den ländlichen Regionen.“

Tourismus: München und Camping besonders beliebt

Die meisten Besuche verzeichneten die großen Städte München (17,1 Millionen Übernachtungen) und Nürnberg (3,6 Millionen). Auch für Natururlaube war Bayern beliebt: Bad Füssing (2,3 Millionen) steht an Platz drei der beliebtesten Ziele 2018. Es folgen Oberstdorf (2,0), Bad Kissingen (1,5), Füssen (1,3), Garmisch-Partenkirchen (1,2) und Regensburg (1,1). Was die Unterkunftsarten anbelangt gehen die Campingplätze als klare Gewinner hervor.

Die meisten ausländischen Touristen stammen aus den USA

Punkten kann der Freistaat zunehmend bei Gästen aus dem eigenen Land. Knapp 30 Millionen Besucher aus ganz Deutschland bereisten im vergangenen Jahr das südlichste Bundesland. Knapp 10 Millionen Gäste kamen aus dem Ausland.

Bei den ausländischen Gästen in Bayern führten die USA die Liste an: 950.000 Touristen - und damit knapp jeder zehnte Auslandsgast - kamen im vergangenen Jahr aus den USA, gefolgt von Österreich und den Niederlanden.

Mehr Geld für Tourismusbranche

Aiwanger kündigte an, die Tourismusbranche noch mehr zu unterstützen, die Ausgaben von momentan 64 Millionen Euro jährlich sollen um etwa 30 Prozent steigen. Konkret will der Minister die Tourismuswerbung ausbauen, die Digitalisierung vorantreiben, das Hotel- und Gaststättengewerbe bei seinen Investitionen finanziell unterstützen und den schleichenden Niedergang der Dorfwirtschaften mit einem speziellen Modernisierungsprogramm beenden.

"Bayerische Wirtshauskultur ist ein Aushängeschild des Freistaats und ein Magnet für den Tourismus. Das Geld ist gut angelegt." Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister

Förderprogramm für kleinere Gasthäuser

Mitte Mai - nach der Verabschiedung des Haushalts durch den Landtag - wird das Gaststättenmodernisierungsprogramm starten, es soll vor allem kleineren Gasthäusern außerhalb von Großstädten zugute kommen. Mit einem Fördersatz von bis zu 40 Prozent sollen deren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen unterstützt werden. Aiwanger will insbesondere den ländlichen Raum stärken.

Sehnsuchtsziel Wald

Der "Urlaub dahoam" ist wieder attraktiv, so die Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing GmbH, Barbara Radomski. Sowohl Aktivurlauber als auch Erholungsurlauber und speziell Familien wollen ihre freie Zeit in der Natur und im Wald verbringen.

"Wir merken, dass sich Wald und Natur in den letzten Jahren zu einem gesamtgesellschaftlichen Trendthema entwickelt haben, das sich auch im Tourismus wiederfindet." Barbara Radomski, Geschäftsführerin Bayern Tourismus Marketing GmbH.

Gerade bei diesem Thema punkte Bayern als Natururlaubsland Nummer 1 der Deutschen. Deshalb wird die Agentur das Sehnsuchtsziel Wald in den Mittelpunkt der Vermarktung des Reiselands Bayern setzen. Auch der Bayerische Heilbäderverband setzt 2019 auf Wald und Gesundheit als Schwerpunkt.

Ruf nach weniger Bürokratie

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sieht sich durch die steigenden Gästezahlen in Bayern bestätigt, sie seien ein eindrucksvoller Beleg der Gastgeberqualitäten und zeigten, wie wichtig die Hotellerie und Gastronomie für den Tourismus sind. Gleichzeitig fordert der Verband eine Entbürokratisierung.

"Es darf nicht sein, dass einem familiengeführten Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern dieselben bürokratischen Hürden auferlegt werden, wie einem Betrieb mit mehreren hundert Mitarbeitern oder gar einer Kette." Angela Inselkammer, Präsidentin Deutscher Hotel- und Gaststättenverband in Bayern

Die aktuellen Zahlen zum Tourismus in Bayern belegen ihren Worten zufolge, wie kleinteilig die Branche ist. Gerade die kleinen Betriebe seien besonders schutzbedürftig.

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Touristen lieben Bayern mehr als alle anderen deutschen Bundesländer. 39 Millionen Gäste pilgerten 2018 zu Schloss Neuschwanstein und anderen Sehenswürdigkeiten im Freistaat. Das sind fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.