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Teures Palladium – Diebe klauen Katalysatoren | BR24

© BR/ Rigobert Kaiser

Das Metall Palladium hat sich in den vergangenen Tagen drastisch verteuert. 80 Prozent der Nachfrage kommt von den Autobauern, die es für Katalysatoren benötigen. Palladium ist mittlerweile so wertvoll, dass Diebe Katalysatoren klauen.

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Teures Palladium – Diebe klauen Katalysatoren

Das Metall Palladium hat sich in den vergangenen Tagen drastisch verteuert. 80 Prozent der Nachfrage kommt von den Autobauern, die es für Katalysatoren benötigen. Palladium ist mittlerweile so wertvoll, dass Diebe Katalysatoren klauen.

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Im Mai des vergangenen Jahres kostete die Feinunze Palladium weniger als 1.200 Euro, aktuell über 2.400 Euro. Hauptgrund ist die hohe Nachfrage der Automobilindustrie. Sie benötigt wegen der strikteren Abgasnormen mehr Palladium, um ihre Fahrzeuge durch bessere Katalysatoren umweltfreundlicher zu machen. Noch teurer wurde Rhodium, das ebenfalls verbaut wird. Die hohen Preise locken Diebe an.

Katalysator-Klau – Organisierte Banden vermutet

Auf Schrottplätzen in Westfalen und Franken wurden zuletzt hunderte Katalysatoren gestohlen. In Augsburg bauten dreiste Diebe aus 53 Fahrzeugen, die auf der Straße standen, die Kats aus. In der Schrottverwerter-Branche vermutet man, dass internationale, gut organisierte Banden hinter den Beutezügen stecken.

Stromausfälle legen Palladium-Minen lahm

Zwei weitere Probleme treiben den Preis nach oben. Alte Gebrauchtwagen werden in Länder exportiert, in denen nicht oder kaum recycelt wird. Die wichtigsten Palladium-Minen sind in Südafrika. Stromausfälle legen im krisengeplagten Land immer wieder die Förderung lahm.