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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Susan Walsh

Tesla-Chef Elon Musk hat mit zwei Tweets für Verunsicherung an den Aktienmärkten gesorgt. Der Kurs von Krypowährungen war zeitweise im freien Fall.

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Tesla-Chef Musk gibt Bitcoin schon wieder einen Korb

Innerhalb weniger Tage hat sich Tesla-Chef Elon Musk zum zweiten Mal von Bitcoin abgewendet. Erst stoppte er den Einsatz der Kryptowährung als Zahlungsmittel für seine Elektroautos. Nun deutete er den Verkauf der Restbestände an.

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Von
  • Felix Lincke

Nach einem weiteren Tweet von Tesla-Chef Elon Musk war der Bitcoin erneut eingebrochen und riss andere Kryptowährungen mit in die Tiefe. Der Bitcoin selbst verlor mehr als zehn Prozent. Noch härter traf es das Cybergeld von Ethereum. Offen bleibt, ob sich Tesla wirklich von weiteren Teilen seines milliardenschweren Bitcoin-Bestandes trennt.

Musk stimmt Kritik an Bitcoin zu

In seinem zweiten Tweet nahm Musk die negative Twitter-Botschaft eines anderen Nutzers auf. Der hatte geschrieben, die Bitcoin-Besitzer würden sich im kommenden Quartal ärgern, wenn herauskomme, dass Tesla den Rest seiner Bitcoins verkauft hat. Man könne dies Musk nicht übelnehmen angesichts des Hasses, der ihm entgegenschlage. Darauf antwortete der Tesla-Chef kurz mit „indeed“, was nun so gedeutet wird, dass er „tatsächlich“ alles verkaufen könnte.

Mit Hass ist die Kritik im Netz an der Umweltschädlichkeit von Bitcoin gemeint. Für dessen Herstellung wird extrem viel Strom verbraucht. Musk teilte diese Kritik in den sozialen Medien. Es handele sich häufig um besonders klimaschädlichen Strom aus chinesischen Kohlekraftwerken.

"Dreckigste Anlageform der Welt"

Umweltaktivisten hatten Tesla dafür kritisiert, dass es als erstes Unternehmen für 1,5 Milliarden Dollar Bitcoins kaufte, um damit auch zu handeln. Tesla soll inzwischen für etwa 300 Millionen Dollar Bitcoins verkauft haben und daran 100 Millionen Dollar verdient haben. Wegen des extremen Stromverbrauchs bei der Herstellung gilt Bitcoin beim CO2-Verbrauch als dreckigste "Währung" der Welt. Musk wies darauf hin, dass ein Großteil der Herstellung in China mit Strom aus Kohlekraftwerken erfolgt, deren CO2-Bilanz verheerend sei.

Teslas Sorge um grünes Image

Es besteht deshalb die Gefahr, dass Anleger die schlechte Umweltbilanz der Cyberwährung auch mit Tesla in Verbindung bringen. Das könnte dem grünen Image der Elektrofahrzeuge schaden, die einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten sollen.

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