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Kaffeebohnen

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    Tchibo erhöht die Preise

    Kein anderes Getränk ist hierzulande beliebter als Kaffee: Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 162 Liter im Jahr. Deutschlands größter Kaffeeröster Tchibo wird nun Mitte Januar die Preise um bis zu 50 Cent je Pfund erhöhen. Von Margit Siller

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    Schon zur Jahresmitte zeigte der Preistrend für Rohkaffee nach oben. Schuld sei die Angst vor Frost im wichtigsten Anbauland Brasilien, hieß es damals zur Begründung. Das Wetter in wichtigen Lieferländern Mittel- und Südamerikas hat den mit Abstand größten Einfluss auf den Preis für die braunen Bohnen.

    Allerdings spielt auch die Spekulation eine Rolle. Das Handelsvolumen an den Rohstoffbörsen übersteigt die tatsächliche Jahresernte um das 20-Fache. Steigt also der Börsenpreis deutlich, so erhöht sich letztlich auch der Einkaufspreis für Rohkaffee. Der wird international in Dollar gehandelt, und weil der Euro seit Monaten unter Druck steht, ist Deutschlands größter Kaffeeröster nun vorgeprescht.

    Harter Wettbewerb

    Tchibo wird die Preise in seinen rund 700 eigenen Ladengeschäften ab Mitte Januar um bis zu 50 Cent je Pfund erhöhen. Auch Aldi legt die Preise für die Eigenmarken selbst fest. Anders als etwa Jacobs, Melitta oder Dallmayr, die zum Beispiel Edeka und Rewe beliefern. Traditionell werden die Kunden mit Kaffee-Sonderangeboten in die Läden gelockt; der Wettbewerb ist so hart, dass die Preise in den Supermärkten erst einmal stabil bleiben könnten.

    Sendung

    B5 Wirtschaft und Börse

    Von
    • Katharina Kerzdörfer
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