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Tausende Handwerksbetriebe leiden unter Lockdown | BR24

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Bayerisches Handwerk: Stimmung trübt sich weiter ein

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Tausende Handwerksbetriebe leiden unter Lockdown

Die Stimmung hat sich weiter eingetrübt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Bayerischen Handwerkstags. Nur 42 Prozent der befragten Betriebe bezeichneten im vierten Quartal ihre aktuelle Lage als gut, 34 Prozent als befriedigend.

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Von
  • Gabriel Wirth

Wenn man allein auf die Gesamtzahlen des bayerischen Handwerks schaut, scheinen die Betriebe noch mit einem blauen Auge durch die Krise zu kommen. Doch eigentlich läuft es nur noch in den Bau- und Ausbaubranchen. Zahlreiche andere Handwerksbetriebe sind deutlich härter betroffen, wie Frisöre, Kosmetiker, Fotografen sowie Gold- und Silberschmiede.

Viele Handwerker von Corona-Regeln betroffen

Der Bayerische Handwerkstag geht davon aus, dass in Bayern 90.000 Betriebe mit geschätzt bis zu 300.000 tätigen Personen von den verschärften Corona-Regelungen betroffen sind. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages Franz Xaver Peteranderl fordert: "Wir können die Infektionszahlen nicht außeracht lassen, unsere Forderungen an die Politik sind natürlich, dass ein klarer Fahrplan für die Zukunft vorgelegt wird, damit die Betriebe planen können, denn sie können einen Betrieb nicht von heute auf morgen auf 100 hochfahren".

Größere Insolvenzwelle auch im Handwerk befürchtet

Vor allem bei den geschlossen Betrieben kippe langsam die Stimmung, Frust mache sich breit. Peteranderl befürchtet eine größere Insolvenzwelle, wenn der Lockdown über Mitte Februar hinausgeht. Tausende Arbeits- und Ausbildungsplätze stünden auf dem Spiel.

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