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Tarifverhandlungen bei Restaurantketten: Es wird hart gefeilscht | BR24

© BR / Johannes Lenz

Mehr als Mindestlohn: Tarifverhandlungen bei Restaurantketten

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Tarifverhandlungen bei Restaurantketten: Es wird hart gefeilscht

Die Arbeit bei McDonald's und Co führe direkt in die Altersarmut. Das wirft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten dem Bundesverband der Systemgastronomie vor. Unter diesen Voraussetzungen haben die Tarifverhandlungen heute begonnen.

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Die Systemgastronomie in Deutschland steckt in einem Wandel: Sie muss auf neue Ernährungstrends reagieren, mehr Geld für Digitalisierung und Personal ausgeben. Zum Jahresbeginn ist der gesetzliche Mindestlohn zudem auf 9,35 Euro gestiegen. Dennoch ist es eine Branche, bei der um jeden Cent gefeilscht wird.

Gewerkschaft fordert mindestens 12 Euro pro Stunde

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fährt harte Geschütze auf: Die Branche zahle Löhne, bei denen die Menschen arm sind, arm bleiben und im Alter zum Sozialamt müssen. Sie fordert für die 120.000 Beschäftigten einen tariflichen Mindeststundenlohn von 12 Euro.

Arbeitgeber sehen Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt

Andrea Belegante vom Bundesverband der Systemgastronomie sieht dagegen die Wirtschaftlichkeit der Betriebe in Gefahr und verweist auf weitere Leistungen. Diese bezögen sich nicht nur auf Stundenlöhne. So sehe der Manteltarifvertrag auch Sonderleistungen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeldzuschläge vor.

Der Arbeitgeberverband hat eine Erhöhung von 13 Cent auf 9,48 Euro pro Stunde angeboten. Damit will sich die Gewerkschaft nicht zufriedengeben. Die Tarifverhandlungen werden am Freitag fortgesetzt.