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Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter | BR24

© Birgit Harprath, BR

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften Druck auf die Arbeitgeber aufgebaut. Zeit für die erste Zwischenbilanz.

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Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften auch in Bayern mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber aufgebaut. Und der Streik geht weiter. So sieht die erste Zwischenbilanz aus.

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Die Gewerkschaften zeigen sich zufrieden: Weit mehr Menschen als erwartet haben sich an den Warnstreiks und Protest-Aktionen beteiligt. Verdi kommt bei den Kundgebungen in München, Regensburg und Erlangen auf über 5.500 Teilnehmer. Auch die Tarifunion des Beamtenbundes hat nachgezählt: In Nürnberg haben demnach mehr als 1.700 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes protestiert.

Folgen des Warnstreiks: Vor allem Unikliniken betroffen

Soviel Unmut in der Tarifrunde hatte Folgen: Autobahnen wurden nicht gewartet, die ein oder andere Tür in einem Ministerium blieb geschlossen, in manchen Schulen fiel laut Bildungsgewerkschaft GEW der Unterricht aus und Touristen kamen nicht ins Schloss auf Herrenchiemsee.

Schwerpunkt der Aktionen aber waren die Unikliniken in München, Würzburg, Regensburg und Erlangen. Ein Notdienst sicherte zwar die Versorgung der Patienten – doch mussten Stationen geschlossen bleiben. Denn das Pflegepersonal streikt für sechs Prozent mehr Lohn. Doch es geht nicht nur ums Geld.

"Man arbeitet viel und springt auch ein für Kollegen – so kann der Betrieb überhaupt aufrechterhalten werden. Und wenn dann am Ende des Monats doch so wenig Gehalt auf dem Konto landet, dann ist das einfach deprimierend. Natürlich geht es um Geld, aber es geht auch um Anerkennung und um Wertschätzung." Pflegerin auf einer Kundgebung in München

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter

"Wir sind es wert" – war auf den Protestplakaten zu lesen. Der Adressat in Bayern ist der zuständige Finanzminister Albert Füracker. Der wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Warnstreiks äußern. Es werde ja zentral verhandelt.

An den vier Unikliniken wird auch am Mittwoch (27.02.) gestreikt. Am Donnerstag (28.02.) erfahren die Beschäftigten, ob ihr Protest zu einem Angebot der Länder in der Tarifrunde führt. Dann geht die Tarifrunde in Potsdam weiter.

© BR

Die Gewerkschaften haben im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes heute Ernst gemacht. In mehreren Bundesländern legten Beschäftigte die Arbeit nieder, in Bayern ging vor allem Klinik- und Pflegepersonal auf die Straße.