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Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie startet | BR24

© BR/Birgit Harprath

Audio: Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie steht heuer unter keinen guten Vorzeichen. Die Folgen des Coronavirus könnten die Konjunkturkrise noch verstärken. Heute starten die Gespräche für die in Bayern knapp 870.000 Beschäftigten.

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Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie startet

Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie steht dieses Jahr unter keinen guten Vorzeichen. Die Folgen des Coronavirus könnten die Konjunkturkrise noch verstärken. Heute starten die Gespräche für die in Bayern knapp 870.000 Beschäftigten.

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Streiten, streiken, feilschen: Für dieses Ritual sind die Tarifparteien in den vergangenen Jahren oft schon kritisiert worden. Diesmal könnten die Gespräche anders verlaufen. Die IG Metall hat vorgeschlagen, angesichts der Krise im Bereich Metall und Elektro mit den Arbeitgebern ein Zukunftspaket zu schnüren.

Jobs und Standorte sichern

Der Gewerkschaft geht es darum, Jobs und Standorte zu sichern. Eine konkrete Prozentforderung stellt sie erst einmal nicht. Die Kaufkraft soll aber gestärkt und die Gespräche ohne Druck mit Aktionen in den Betrieben geführt werden.

"Vor dem Hintergrund dessen, was wir im Moment sehen an Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, neuen Mobilitätskonzepten, glaube ich, es ist angebracht, Konzepte zu entwickeln, wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten." Johann Horn, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

Arbeitgeber begrüßen Stillhalteabkommen

Die Arbeitgeber begrüßen das angebotene Stillhalteabkommen. Allerdings dürfte es erheblich Streit um die Inhalte geben. Der bayerische Verband spricht von Rezession, fordert flexible Lösungen für die Firmen, und dass die IG Metall sich langfristig auch beim Einkommen zurückhält.

"Wir gehen ganz sicher auf ein Moratorium ein, wenn es ein Kostenmoratorium beinhaltet. Nur dann wird man zu einem zügigen Abschluss aus unserer Sicht kommen." Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.

Friedenspflicht endet am 28. April

Gelingt das nicht, dann gibt es doch eine klassische Tarifrunde mit Prozentforderung und Streiks. Am 28. April endet die Friedenspflicht.

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