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Der Fachkräftemangel führt insgesamt zu einer besseren Vergütung der Auszubildenden. Besonders im Pflegebereich macht sich das bemerkbar.

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    Tarifliche Azubi-Vergütungen steigen

    Auszubildende bekommen eine Vergütung, um ihren Lebensunterhalt in Teilen selbst bestreiten zu können. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat eine Auswertung der tariflich vereinbarten Zahlungen vorgelegt. Zum Teil gab es ein kräftiges Plus.

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    Von
    • Birgit Harprath

    Der sprichwörtliche rote Teppich in die Werkshallen oder Büroräume wird ihnen zwar nicht ausgerollt. Dass viele Firmen aber händeringend nach Auszubildenden suchen lässt sich an den Beträgen ablesen, die ihnen im Monat per Tarifvertrag zustehen. Der Fachkräftemangel erhöht laut Tarifarchiv der Böckler-Stiftung den Druck am Verhandlungstisch in den Tarifrunden. Allerdings ist die Spannbreite groß.

    Zwischen 325 und 1.580 Euro im Monat

    Im Friseurhandwerk in Thüringen gibt es mit 325 Euro pro Monat am wenigsten – im westdeutschen Bauhauptgewerbe mit 1.580 Euro am meisten auf das Konto der Azubis. Den größten Sprung nach oben weist laut Auswertung der Bereich Pflege im öffentlichen Dienst aus. Dort werden inzwischen über 1.000 Euro im Monat gezahlt – der Pflegenotstand macht es möglich. Allerdings gilt das verbindlich nicht für Jugendliche, die in einer privaten Einrichtung zum Teil ohne Tarifvertrag ausgebildet werden.

    Gesetzlich sind mindestens 550 Euro vorgeschrieben - mit Ausnahmen

    In den meisten Branchen liegen die Vergütungen zwischen 700 und 1.000 Euro und damit über dem, was gesetzlich seit Jahresbeginn in der Regel mindestens vorgeschrieben ist: von 550 Euro im ersten Lehrjahr bis zu 770 Euro im Vierten. Ausnahmen sind im Gesetz vorgesehen – darauf beruft sich zum Beispiel das Friseurhandwerk in Thüringen oder die ostdeutsche Floristik. Die Böckler-Stiftung rät den Firmen aber weiter aufzuwerten und zwar vor allem in den Branchen, die mit der Vergütung am unteren Rand liegen. Eine gute Bezahlung sei ein Mittel gegen Nachwuchssorgen.

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