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Tarifkonflikt: Ärzte und Kommunen verhandeln wieder | BR24

© picture alliance / dpa

Symbolbild: Klinikstreiks durch den Marburger Bund

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Tarifkonflikt: Ärzte und Kommunen verhandeln wieder

Gibt es bald höhere Löhne für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern? Nach einem neuen Angebot soll nun wieder verhandelt werden - die Warnstreiks sollen jedoch bis Mai weiter laufen.

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Am 2. Mai wollen sich Marburger Bund und Arbeitgeberverbänden wieder am Verhandlungstisch treffen. Der Termin wurde heute verkündet. Und es gibt sogar eine erste Vereinbarung. Die sichert der Gewerkschaft zu, dass sie dauerhaft für die Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst samt Kliniken Tarifverträge abschließen kann. Das Tarifeinheitsgesetz hatte das in Frage gestellt.

Annäherung bei den Gehaltsvorstellungen offenbar vorstellbar

Tritt noch eine andere Gewerkschaft an, würde sich im Streit die Größere durchsetzen. Im Gesundheitsdienst wäre das Verdi. Doch die beiden haben sich bereits darauf verständigt, dass der eine für die Ärzteschaft, der andere für Pflegepersonal und Verwaltung zuständig ist. Diese Zusicherung und zwar rechtsverbindlich, fordert der Marburger Bund auch von den Arbeitgebern und hat sie jetzt bekommen.

So kann bei den kommenden Verhandlungen nun über materielle Dinge gesprochen werden. Fünf Prozent Gehaltsplus will die Gewerkschaft und Entlastung bei den Bereitschaftsdiensten. Die Kommunen boten zuletzt 5,4 Prozent - allerdings für zwei Jahre.

Und die Warnstreiks?

Warnstreiks sollen unterdessen bis Anfang Mai weiterlaufen heißt es vom Marburger Bund. In Bayern allerdings finden diese erst nach den Osterferien statt und es wären auch nur "kreative Aktionen" geplant, zum Beispiel der Protest in der Mittagspause.

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