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Tag des Handwerks: Betriebe werden immer digitaler | BR24

© BR/Karsten Böhne

Handwerker müssen heute mehr als schrauben und malern, sie müssen sich auch mit Computern auskennen und im Internet präsent sein. Doch viele sind hier nicht optimal aufgestellt. Das wurde beim Tag des Handwerks in München klar.

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Tag des Handwerks: Betriebe werden immer digitaler

Handwerker müssen heute mehr als schrauben und malern, sie müssen sich auch mit Computern auskennen und im Internet präsent sein. Doch viele sind hier nicht optimal aufgestellt. Das wurde beim Tag des Handwerks in München klar.

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Fast jeder Handwerker hat mittlerweile einen Computer und immer mehr auch eine eigene Homepage. Zwei von fünf sind auch in den sozialen Medien, wie Facebook, aktiv. Allerdings ist noch Luft nach oben.

Internet und soziale Medien werden für Handwerker immer wichtiger

So könnte jeder zweite Handwerker seine Homepage oder andere Werbekanäle im Netz noch weiter optimieren, so dass möglichst viele Kunden im Netz darauf stoßen. Dabei wird es für die Firmen immer wichtiger, im Internet präsent zu sein.

„ Gerade die jungen Leute nutzen dieses Medium und wenn ich die jungen Leute erreichen will und für meinen Betrieb begeistern will, dann muss ich das über das Netz machen. Das hilft nicht über Anzeigen oder Zeitungen oder dergleichen.“ Franz Xaver Peteranderl, Bayerischer Handwerkspräsident.

Digitales Handwerk – Immer mehr Abläufe vernetzt

Dabei ist Digitalisierung im Handwerk selbstverständlich mehr als Werbung auf Facebook und eine eigene Homepage. Viele Abläufe werden heute digital gestaltet. Planung, Einkauf und Produktion werden immer stärker miteinander vernetzt. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger meint, das Handwerk werde zunehmend digital.

Aiwanger: Handwerk steht bei Digitalisierung gut da

Mit dem Digitalbonus habe die Staatsregierung bereits rund 10.400 Betriebe unterstützt. Aus seiner Sicht stehen die Handwerksbetriebe beim Thema Digitalisierung gut da. Selbst ältere Handwerksmeister hätten ihre Betriebe hier häufig schon sehr gut aufgestellt.

„Der Handwerker von heute ist sehr viel digitaler. Der muss seine Aufträge gut abwickeln, der muss seine Kunden suchen, der muss Arbeitsprozesse optimieren. Das spart auch Personal.“ Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister Bayern

Bei Social Media hat das Handwerk Nachholbedarf

Digitalisierung werde für das Handwerk immer wichtiger, meint auch der Trendforscher Prof. Peter Wippermann. Um Mitarbeiter zu finden und um Kunden zu binden. Dabei seien die Betriebe sehr unterschiedlich aufgestellt. Bei Social Media sieht er noch Nachholbedarf.

„Man muss heute erzählen, was man macht, wie man es macht und wer man ist. Und das macht man heute vor allem über Social Media.“ Prof. Peter Wippermann, Trendforscher

Die bayerischen Handwerkskammern nutzen die sozialen Medien bereits für sich, zum Beispiel mit der WhatsApp-Sprechstunde.

Handwerk innovativ: Berufsberatung per WhatsApp

Hier können Jugendliche über den Nachrichtendienst Fragen zum Thema Ausbildung stellen und bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Antwort. Und zwar von einem Jugendlichen, der selbst gerade eine Ausbildung im Handwerk absolviert. So helfen die sozialen Medien, Berührungsängste abzubauen und die Fachkräfte von morgen zu gewinnen.