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SUV fahren wird teurer: Kfz-Steuer für Spritschlucker steigt | BR24

© Angela Tesch/ARD

Kfz-Besteuerung soll sich ab Januar 2021 ändern

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SUV fahren wird teurer: Kfz-Steuer für Spritschlucker steigt

Neue Autos mit hohem Spritverbrauch fahren soll mehr kosten: Die Bundesregierung will deshalb die KfZ-Besteuerung ab Januar 2021 stärker an den CO2-Ausstoß von Pkw koppeln. Wie hoch die Steuer genau steigen soll und was die Kfz-Steuerreform bringt.

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Das Bundeskabinett hat in Berlin eine Gesetzesänderung für mehr Klimaschutz auf den Weg gebracht, die Bürger dazu bringen soll, sparsamere Pkw zu kaufen. Für Erstzulassungen von Pkw sollen ab Januar gestaffelte Steuersätze gelten.

In der ersten Stufe mit CO2-Werten über 95 bis 115 Gramm/Kilometer (g/km) bleibt es bei zwei Euro je g/km. In der höchsten Stufe für Autos, die über 195 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen wären künftig vier Euro je g/km fällig.

Hauptsächlich SUV betroffen

Bereits zugelassene Autos sind von der Regelung ausgenommen. Für typische Kleinwagen und Familienautos ändert sich nach den Plänen von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) nicht viel, bei großen und schweren SUV sieht das anders aus. Die Automobilbranche sieht darin einen "fairen Kompromiss". Denn es wurden auch Anreize für den Kauf klimafreundlicherer Autos geschaffen.

Entlastung für besonders emissionsarme Neuwagen

So wird die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge bis längstens Ende 2030 gewährt. Außerdem soll es auch Steuervergünstigungen für besonders emissionsarme Autos und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen geben, die von Handwerksbetrieben oder zur Personenbeförderung genutzt werden.

Benziner und Diesel sollen 30 Euro Steuern weniger im Jahr kosten als nach den bisherigen Regelungen, wenn sie unter 95 Gramm CO2 pro Jahr ausstoßen. Diese Regel solle für Neuzulassungen in den nächsten fünf Jahren gelten.

Noch Detailänderungen zu erwarten

Nun ist der Bundestag am Zug - dabei sind Änderungen im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens wahrscheinlich. Alle Beteiligten hätten laut SPD-Fraktionsvize Sören Bartol aber ein großes Interesse daran, die Neuregelung zügig umzusetzen.

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