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Studie zu Einkommen: So wenig verdienen Altenpflegekräfte | BR24

© Monika Stiehl, BR

Altenpflegekräfte werden in Deutschland laut einer Studie immer noch unterdurchschnittlich bezahlt. Das hat mehrere Gründe.

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Studie zu Einkommen: So wenig verdienen Altenpflegekräfte

Altenpflegekräfte werden in Deutschland laut einer Studie immer noch unterdurchschnittlich bezahlt. Doch die Gehälter variieren je nach Region und Pflegeeinrichtungen deutlich. Das hat mehrere Gründe.

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Im Kampf gegen den Pflege-Notstand will die Bundesregierung die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessern, um den Beruf attraktiver zu machen. Dabei ist die niedrige Bezahlung ein wichtiges Thema. Wie wichtig, zeigt eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

So sieht das Gehalt von Altenpflegern aus

Fachkräfte in der Altenpflege hätten 2017 im Durchschnitt lediglich rund 2.740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle verdient, so die Studie, die das Institut Arbeit und Technik (IAT) an der Hochschule Gelsenkirchen durchgeführt hat. Das entspreche nur etwa 85 Prozent des mittleren Verdienstes für alle Berufe. Hilfskräfte in der ambulanten Altenpflege verdienen sogar nur 1.560 Euro monatlich – das ist Mindestlohnniveau. In der Krankenpflege sieht es da etwas besser aus.

Deshalb variieren Altenpfleger-Löhne so stark

Das liegt laut Stiftung auch daran, dass in Krankenhäusern im Vergleich zu vielen Altenpflegeeinrichtungen häufig ein Tarifvertrag gilt. Noch ein Grund für die unterschiedlichen Gehälter: Je nachdem, ob der Arbeitgeber aus dem privaten, kirchlichen oder kommunalen Bereich stammt, werden Pflegekräfte sehr unterschiedlich bezahlt. Beschäftigte in der Altenpflege hätten demnach ein besonders hohes Risiko, trotz Arbeit arm zu sein. Daher machen sich die Minister Spahn und Heil derzeit für einen einheitlichen Tarifvertrag für die Branche stark.