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Studie: Verlust des Jobs - lieber an Roboter als an Kollegen | BR24

© Guido Kirchner

Roboter "robothespian" in einer Ausstellung zur künstlichen Intelligenz

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    Studie: Verlust des Jobs - lieber an Roboter als an Kollegen

    Laut einer Studie sehen Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz langfristig durch die Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz gefährdet - ihren eigenen Job würden sie aber lieber an einen Roboter verlieren als an einen Kollegen.

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    Laut der Technischen Universität München (TUM) sind Millionen Jobs in den kommenden Jahrzehnten gefährdet, da zunehmend Robotik und Künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Obwohl diese Entwicklung in der Wissenschaft intensiv diskutiert werde, sei bislang kaum erforscht worden, wie Menschen darauf reagieren, wenn sie im Beruf durch Technologie ersetzt werden, hieß es.

    Wirtschaftswissenschaftler der TUM und der Erasmus-Universität Rotterdam testeten nun verschiedene Szenarien mit insgesamt mehr als 2.000 Menschen aus Europa und Nordamerika. Die Forschungsarbeit wurde unlängst im Fachmagazin "Nature Human Behaviour" veröffentlicht.

    Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Digitalisierung - aber lieber an einen Roboter als an einen Kollegen

    Nach dieser Studie verlieren Arbeitnehmer ihren eigenen Job lieber an Roboter als an andere Kollegen. Sind sie dagegen nicht persönlich betroffen, gilt das Gegenteil: Dann finden die meisten Menschen es grundsätzlich schlimmer, wenn Arbeitsnehmer durch Roboter oder intelligente Software verdrängt werden als durch andere Menschen.

    Auf längere Sicht sehen Menschen jedoch Maschinen als größere Gefahr auch für ihre eigene berufliche Zukunft. Dies sei auch bei Menschen so, die kürzlich ihren Arbeitsplatz verloren haben, hieß es.

    Selbstwertgefühl leidet stärker beim Vergleich mit Kollegen

    Diese auf den ersten Blick paradoxen Ergebnisse sind laut den Wissenschaftlern darauf zurückzuführen, dass sich Menschen mehr mit anderen Menschen vergleichen als mit Maschinen. Darum werde ihr Selbstwertgefühl weniger infrage gestellt, wenn sie persönlich durch einen Roboter oder Software ersetzt werden.

    Dieser Effekt zeigte sich der Studie zufolge schon dann, wenn die Testpersonen annahmen, dass sie von Kollegen verdrängt werden, die Künstliche Intelligenz für die Arbeit nutzen können. Auch Arbeitslosigkeit, die durch Technologie verursacht wird, beurteilten Menschen also eher über menschliche Beziehungen, sagte TUM-Studienautor Christoph Fuchs laut Mitteilung. "Diese psychologischen Effekte zu verstehen ist wichtig, um die massiven Veränderungen in der Arbeitswelt so gestalten zu können, dass sie keinen gesellschaftlichen Schaden auslösen."