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© HR / Sebastian Schreiber
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Christophe Gateau

Die durchschnittlichen Jahresboni der DAX-Vorstandsvorsitzenden sind im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent gesunken, so eine Studie des Beratungsunternehmens hkp-Group.

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Studie: Vergütung der DAX-Vorstandschefs deutlich gesunken

Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren. Das bekommen auch die Top-Manager in den DAX-Konzernen zu spüren. Laut einer Studie sind die durchschnittlichen Jahresboni der DAX-Vorstandsvorsitzenden im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent gesunken.

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Von
  • Sebastian Schreiber
  • Leonie Thim

Das Spitzenpersonal der großen börsennotierten Unternehmen gehört zu Deutschlands Topverdienern, das steht außer Frage. Aber eine Studie der Beratungsgesellschaft hkp zeigt, dass es es große Unterschiede zwischen den einzelnen DAX-Konzernen gibt. Viele Unternehmen haben in der Coronakrise deutlich weniger umgesetzt und das hat sich auch auf den Verdienst der Konzernchefs ausgewirkt. Einbußen gab es sowohl bei der sogenannten variablen Vergütung – die an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist – als auch bei den jährlichen Bonuszahlungen.

Studie: Vorstandsvorstände merken Corona-Krise

Die Auswirkungen der Krise sind der Analyse von hkp zufolge deutlich. Während die durchschnittliche Vergütung der DAX-Manger 2019 noch bei 7,4 Millionen Euro gelegen hatte, sank sie 2020 auf 5,3 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 28 Prozent.

Krisengewinner ist die Deutsche Post

Am besten verdient hat den Angaben zufolge im vergangenen Jahr der Chef der Deutschen Post, Frank Appel. Sein Gehalt belief sich auf etwa zehn Millionen Euro. Die Post gehört zu den Gewinnern der Krise. Im Jahr 2020 erzielte der Konzern dank des Paketbooms das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Hinter Frank Appel folgen Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser (9,3 Millionen Euro) und der Chef des Chemie- und Pharmakonzerns Merck, Stefan Oschmann, mit neun Millionen Euro Jahresverdienst.

Schlusslicht ist Beiersdorf-Chef

Am unteren Ende der Vergütung-Liste rangiert Stefan De Loecker vom Hamburger Konsum- und Kosmetikkonzern Beiersdorf. Er kam im vergangenen Jahr auf eine Gesamtvergütung von gut zwei Millionen Euro. Das Geschäft bei Beiersdorf stockte zuletzt und der Konzern ist erst vor einer Woche aus dem DAX abgestiegen in den MDAX der mittelgroßen Börsenwerte.

Grundlage: Daten der DAX-Unternehmen

Für die Studie hat hkp die Vergütungsdaten von 28 der insgesamt 30 im DAX gelisteten Konzerne berücksichtigt. Dazu zählten das Grundgehalt, variable Anteile wie Boni und Aktien sowie Betriebsrenten und Zusagen für die Altersversorgung. Für die DAX-Unternehmen Delivery Hero und Linde lagen noch keine Berichte vor.

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