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Bildrechte: BR/Uli Scherr

Eine Studie der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zeigt Schwächen im Mobilfunknetz der Region auf. Gewerbliche Nutzer wie Handwerker hätten höhere Ansprüche an Netzabdeckung und Übertragungsgeschwindigkeiten.

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Studie beklagt Löcher in der Mobilfunkversorgung

Das Mobilfunknetz in Niederbayern und der Oberpfalz hat immer noch gravierende Löcher. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Handwerkskammmer. Der Ausbau der 5G-Technologie dürfe sich nicht nur auf die Ballungsräume konzentrieren.

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Von
  • Marcel Kehrer

Eine Studie im Auftrag der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zeigt Schwächen im Mobilfunknetz der Region auf. Demnach sind die beiden Regierungsbezirke ebenso wie ganz Bayern mit LTE-Mobilfunk (4G) schlechter versorgt als der Bundesdurchschnitt. Versorgungslücken werden noch länger bleiben, prognostiziert die Studie der SBR-net Consulting AG. Hinzu kommt, dass die Vorgängertechnik 3G im kommenden Jahr abgeschaltet wird.

"Förderung muss angepasst werden"

Die Handwerkskammer fordert den Freistaat auf, sein Mobilfunkförderprogramm weiterzuentwickeln. "Es darf nicht wie bisher nur dort gefördert werden, wo keine Sprachtelefonie funktioniert. Das ist zu wenig", mahnt Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Die Förderung müsse auf die wichtige LTE-Versorgung abstellen. Für unterversorgte Gebiete müsse es ein verpflichtendes regionales Roaming geben.

5G nicht nur in Ballungsräumen

Kilger moniert zudem, dass bislang der Fokus beim Mobilfunkausbau auf Autobahnen und Bundesstraßen liege. "Das ist für das Handwerk nicht ausreichend." Da Handwerker einen Großteil ihrer Arbeit auf Baustellen oder beim Kunden verrichteten, werde ein schneller mobiler Austausch von großen Datenmengen immer wichtiger. Beim Ausbau der aktuellsten Mobilfunkgeneration 5G dringt die Handwerkskammer darauf, dass dieses Netz nicht nur in Ballungsgebieten wie Regensburg oder Landshut funktioniert, sondern "auch im Bayerischen Wald, im Rottal und in der Nordoberpfalz".

Forderung nach LTE-Verfügbarkeit

"Die Betriebe und ihre Zukunftsfähigkeit sind entscheidend von der leistungsfähigen Anbindung an die Telekommunikationsinfrastruktur abhängig", betont Handwerkskammer-Präsident Georg Haber. Ziel müsse jetzt eine durchgängige LTE-Verfügbarkeit sein. "Ansonsten wird es perspektivisch auch Lücken bei der 5G-Versorgung geben", so Haber.

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