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Studie: Ärzte werden offener für Gesundheits-Apps | BR24

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Bildrechte: picture alliance

Gesundheits-Apps: Der Arzt im Smartphone:

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Studie: Ärzte werden offener für Gesundheits-Apps

Ärzte stehen den Gesundheits-Apps zur Diagnostik aber auch Therapie von Beschwerden zunehmend positiv gegenüber. Das zeigt eine aktuelle Studie der Hamburger Stiftung Gesundheit.

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Von
  • Monika Stiehl
  • BR24 Redaktion

Wenn es fiept und rauscht im Ohr, dann lautet die Diagnose häufig Tinnitus. Rund 340.000 Menschen erkranken hierzulande jedes Jahr daran. Betroffene können sich nun auch über Apps Linderung verschaffen, die jetzt von Ärzten via Rezept verordnet werden dürfen. Dann werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Oft bestehen Kooperationen zwischen den Kassen und den Anbietern der Apps, sogenannte Selektiv-Verträge, zum Beispiel bei der App Tinnitracks der Techniker Kasse. Die läuft auf dem Smartphone und will über eine Filterung von Tinnitus-Frequenzen die überaktiven Hörnerven-Zellen beruhigen.

Bund veröffentlicht Liste mit geprüften Apps

Andere Anbieter arbeiten mit anderen Konzepten. Bei der Auswahl einer App hilft die Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, die im Internet eingesehen werden kann. Die dort gelisteten Anwendungen wurden auf Datensicherheit und Funktionalität überprüft. Voraussetzung für die Übernahme der Kosten durch Gesetzliche Kassen ist die Diagnose durch einen Arzt und eine entsprechende Verordnung.

Ärzte sehen Gesundheits-Apps als hilfreich an

72 Prozent der Ärzte hielten Gesundheits-Apps bei gezieltem Einsatz für hilfreich. Das ergab eine aktuelle Studie der Hamburger Stiftung Gesundheit. Demnach sei die Akzeptanz von Gesundheits-Apps in den vergangenen sechs Jahren erheblich gestiegen.

"Während sich vor sechs Jahren das Gros der Ärzte skeptisch bis kritisch zeigte, stimmen heute mehr als 70 Prozent von ihnen zu, dass gezielt eingesetzte Gesundheits-Apps hilfreich sein können", erklärt der Forschungsleiter der Stiftung, Prof. Konrad Obermann, in einer Pressemitteilung. Etwa ein Drittel der Ärzte sollen ihren Patienten bereits entsprechende Apps empfohlen haben.

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