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Strompreise könnten steigen: Netzbetreiber verkünden EEG-Umlage | BR24

© BR/Dirk Vilsmeier

Die Übertragungsnetzbetreiber verkünden heute, wie hoch die Umlage für die Erneuerbaren Energien 2020 ausfallen wird. Derzeit beträgt sie gut 6,4 Cent für jede Kilowattstunde Strom. Insidern zufolge soll sie auf knapp 6,8 Cent steigen.

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Strompreise könnten steigen: Netzbetreiber verkünden EEG-Umlage

Die Übertragungsnetzbetreiber verkünden heute, wie hoch die Umlage für die Erneuerbaren Energien 2020 ausfallen wird. Derzeit beträgt sie gut 6,4 Cent für jede Kilowattstunde Strom. Branchenkennern zufolge soll sie auf knapp 6,8 Cent steigen.

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Jedes Jahr um diese Zeit überbringen die sogenannten Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland die Rechnung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Im vergangenen Jahr waren das rund 27 Milliarden Euro – finanziert im Wesentlichen durch die EEG-Umlage, die auf fast jede Kilowattstunde Strom, die in Deutschland verbraucht wird, erhoben wird.

2019 lag die Umlage bei gut 6,4 Cent pro Kilowattstunde – 2020 soll sie, Insidern zufolge, auf knapp 6,8 Cent steigen. Das Geld hat dazu geführt, dass innerhalb von rund 20 Jahren der Anteil des erneuerbaren Stroms in Deutschland von wenigen Prozent auf gut 40 Prozent gestiegen ist.

Drei Aspekte zentral für die EEG-Umlage 2020

Es sind drei Faktoren, die diesmal maßgeblichen Einfluss nehmen auf die Höhe der EEG-Umlage: der steigende Strompreis an der Strombörse, der Anschluss zahlreicher neuer Offshore-Windräder und das Abschmelzen der Finanzpolster.

Die steigenden Strompreise im Großhandel haben dabei eine dämpfende Wirkung auf die Umlage. Denn je mehr Geld eine Kilowattstunde Strom im Verkauf erzielt, desto weniger muss die EEG-Förderung ausgleichen.

Offshore-Windräder verteuern den Strom vorübergehend

Allerdings gehen zurzeit wieder vermehrt Windräder auf hoher See ans Netz, die gerade noch eine relativ hohe Förderung erhalten. Das verteuert die Umlage. Außerdem sind die Finanzpolster für die Umlage ziemlich aufgebraucht - diese müssen jetzt wieder aufgefüllt werden.

Die Rücklage ist notwendig, um Schwankungen ausgleichen zu können. In diesem Jahr ist beispielsweise durch die vielen Sonnenstunden die Erzeugung von Solarstrom – statistisch gesehen – außergewöhnlich hoch gewesen. Den Eigentümern muss aber trotzdem jede Kilowattstunde mit Förderung abgenommen werden.

Agora-Energiewende rechnet bald mit sinkender EEG-Umlage

Die Fachleute der Agora Energiewende gehen davon aus, dass die EEG-Umlage aber nach einem Höhepunkt im Jahr 2021 dann dauerhaft sinken wird. Das liege daran, dass dann immer mehr sehr hoch geförderte Anlagen aus der Anfangszeit der Umlage aus der Förderung herausfallen.

Außerdem plant die Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets die Umlage zu senken – allerdings nur um wenige Zehntelcent.

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Strom wird im nächsten Jahr wohl wieder teurer werden. Grund ist die sogenannte EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom. Sie wird 2020 um fünfeinhalb Prozent erhöht, wie die vier großen deutschen Stromnetzbetreiber heute mitteilten