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Strom wird in Bayern zum Jahreswechsel teils deutlich teurer | BR24

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Stromleitung bei Bergrheinfeld/Bayern

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    Strom wird in Bayern zum Jahreswechsel teils deutlich teurer

    Rund ein Drittel aller Grundversorger in Bayern haben für den Herbst oder den Jahreswechsel Preiserhöhungen angekündigt. Im Schnitt sind es dem Vergleichsportal Check24 zufolge 5,5 Prozent. Der bayerische Spitzenreiter verlangt 13 Prozent mehr.

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    Der Freistaat zählt in diesem Herbst deutschlandweit zu den Spitzenreitern bei den Strompreiserhöhungen – zumindest für die Kunden in der Grundversorgung. Das trifft die Verbraucher mit bis zu 13 Prozent Preissteigerung, wie in der oberfränkischen Gemeinde Hollfeld. Aber auch etliche Großstädte trifft es, darunter Würzburg, Regensburg, Bayreuth oder Augsburg. Hier steigen die Strompreise teilweise um mehr als sieben Prozent so Philip Lurz von Check24. Während rund 80 Grundversorger in Bayern steigende Preise angekündigt haben, gibt es demnach keinen einzigen, der Preissenkungen angekündigt hat.

    Preise steigen auch außerhalb der Grundversorgung

    Teurer wird Strom aber nicht nur in der Grundversorgung. Auch alle anderen Verbraucher müssen mit Preissteigerungen rechnen, heißt es. Das liege an den gestiegenen Großhandelspreisen an der Strombörse. Warum es dabei gerade auch Bayern trifft, ist allerdings, so Lurz, nicht direkt zu erkennen. Er vermutet, dass einige Versorger von den steigenden Großhandelspreisen überrascht wurden. Sie hätten sich offensichtlich verkalkuliert und mussten deswegen jetzt deutlicher als andere an der Preisschraube drehen.

    Hohes Preisgefälle zu Sondertarifen

    Lurz weist dabei auf die in Bayern recht hohen Preisunterschiede zu den Sondertarifen der Versorger hin. Das Sparpotential sei hier, im Vergleich zu anderen Bundesländern, ziemlich hoch. In Bayern kann eine vierköpfige Familie demnach rund 270 Euro im Jahr sparen, wenn sie aus einem Grundversorgungstarif in einen der günstigsten Sondertarife wechselt. In den anderen Bundesländern liegt die Ersparnis bei 160 bis 350 Euro.

    Schneller rauf als runter

    Check24 bestätigt auch eine Beobachtung von Verbraucherschützern. Wenn sich die Preise im Großhandel verändern, werden Preiserhöhungen schneller weitergegeben als Preissenkungen. Darauf hat erst kürzlich auch wieder die Verbraucherzentrale NRW hingewiesen.