Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Streit um Nestlé-Kaffeefabrik | BR24

© BR

Nestlé will in Mexiko investieren

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Streit um Nestlé-Kaffeefabrik

Trotz oder gerade wegen der Streitigkeiten mit den USA will Mexikos neue Regierung im großen Stil ausländische Investoren anziehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei eine geplante Kaffeefabrik von Nestlé.

Per Mail sharen
Teilen

Mexikos neue Regierung feiert es als Erfolg. In der Hafenstadt Veracruz will der Schweizer Konzern Nestlé in den kommenden Jahren mehr als 150 Millionen Dollar in eine neue Fabrik zur Verarbeitung von Rohkaffee investieren. Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach bei der Vorstellung des Projektes von einem Meilenstein für die strukturschwache Region.

Kleinbauern befürchten Nachteile

Das Nestlé-Management betonte die Dimensionen der neuen Fabrik. Sie schaffe direkt und indirekt mehr als 3.000 Arbeitsplätze. Doch die Ankündigung kommt bei vielen Kaffee-Produzenten nicht gut an. Der nationale Bauernverband ANEC etwa befürchtet, dass die Kleinbauern an den Rand gedrängt werden. Laut ANEC gibt es in Mexiko 700.000 solcher Betriebe, die oft weniger als einen Hektar Land bewirtschaften. Sie gerieten durch die Einkaufsmacht der Kaffeegiganten unter ruinösen Preisdruck. Sie fordern Schutzmaßnahmen.Außerdem befürchten Kritiker den massenhaften Einzug von Gentechnik auf Anbauflächen, wo für Nestlé produziert wird. Diese aber könnte anliegende Plantagen kontaminieren, wo hochwertiger Biokaffee angebaut wird und diesen ruinieren.